Wichtige Kriterien

Kindertennis
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Im Wesent­li­chen steht und fällt der Erfolg beim Kin­der­ten­nis mit dem Trai­ner. Er muss die indi­vi­du­el­len Fähig­kei­ten und Ent­wick­lungs­stu­fen sei­ner Schü­ler genau ken­nen und dar­über hin­aus die pas­sen­den Spiel- und Übungs­for­men an den jewei­li­gen Kön­nens­stand anpas­sen. Schließ­lich unter­schei­det sich Ten­nis­trai­ning für Kin­der maß­geb­lich vom Trai­ning mit Jugend­li­chen oder Erwach­se­nen. Zudem wird im Kin­der­al­ter sehr häu­fig zu Beginn in grö­ße­ren Grup­pen trai­niert. Somit steht die indi­vi­du­el­le För­de­rung hin­ter der Grup­pe zurück.

Reimar Bezzenberger
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Spaß — Kin­dern muss Ten­nis vor allem Spaß machen. Denn nur dann blei­ben sie im wahrs­ten Sin­nen des Wor­tes am Ball. Wenn es ledig­lich den Eltern Spaß macht, die Kin­der Ten­nis spie­len zu sehen, macht dies über­haupt kei­nen Sinn. Am bes­ten ist es, wenn Kin­der Ten­nis von Anfang an mit Spaß in Ver­bin­dung brin­gen. Von daher sol­len die Trai­nings­in­hal­te mit lus­ti­gen und span­nen­den Spie­len mit vie­len klei­nen Erfolgs­er­leb­nis­sen ver­bun­den sein. Ansons­ten machen viel­sei­ti­ge Wett­be­wer­be oder abwechs­lungs­rei­che Spiel­for­men, die pri­mär nicht immer mit dem Ten­nis­spiel zu tun haben müs­sen, am meis­ten Spaß.

Regel­mä­ßig­keit — Es bringt Kin­dern sehr wenig, wenn sie nur vier Mona­te über die Som­mer­sai­son im Jahr Ten­nis spie­len. Natür­lich ist bei Kin­dern der Win­ter nicht immer ein­fach zu über­brü­cken, da Hal­len­trai­ning recht teu­er sein kann. Man soll­te trotz alle­dem auf eine aus­rei­chen­de Trai­nings- und Spiel­häu­fig­keit ach­ten, denn nur dadurch kön­nen dau­er­haft und nach­hal­tig die erfor­der­li­chen Erfolgs­er­leb­nis­se und Ver­bes­se­run­gen sicher­ge­stellt werden.

Rich­tig­keit — Die­ser Aspekt ist nicht ein­fach zu beschrei­ben. Auch bei Kin­dern soll­te man als Trai­ner auf die tech­ni­sche Aus­füh­run­gen und die Bewe­gungs­mus­ter ach­ten. Denn alles, was eine spä­te­re Ent­wick­lung behin­dert, soll­te ange­passt kor­ri­giert wer­den. Fal­sche Gewohn­hei­ten sind zuneh­mend schwie­ri­ger zu besei­ti­gen. Der Trai­ner soll­te bei allem Spaß auch auf die tech­ni­sche Grund­la­gen ach­ten und Kor­rek­tu­ren alters­ge­recht ver­mit­teln. Dies ist nicht immer ein­fach, zumal Kin­der eine ganz eige­ne Grup­pen­dy­na­mik ent­wi­ckeln können.

Tipps für das erfolg­rei­che Training

Orga­ni­sie­re die Trai­nings­in­hal­te immer wie­der so, dass die Schü­ler ihre indi­vi­du­el­len koor­di­na­ti­ven Fähig­kei­ten ori­en­tie­ren, dif­fe­ren­zie­ren, im Gleich­ge­wicht sein, reagie­ren und rhyth­mi­sie­ren nach­hal­tig ver­bes­sern kön­nen +++ Hole die Schü­ler mit span­nen­den und moti­vie­ren­den sowie auf­for­dern­den Spiel­ideen ab +++ Ver­wen­de je nach Spiel­ni­veau unter­schied­li­che Bäl­le und pas­se die Spiel­feld­grö­ße dem Niveau der Kin­der an +++ Gestal­te den Unter­richt ein­fach und gib prä­zi­se Anlei­tun­gen und Rück­mel­dun­gen. Lass die Kin­der auch mit der »unge­wohn­te­ren« Nicht­schlag­hand spie­len +++ Mache Übun­gen oft vor, erklä­re mit illus­trie­ren­den Bil­dern oder tref­fen­den Meta­phern und gib Kin­dern aus­rei­chend Zeit, um Ten­nis zu ent­de­cken, zu erpro­ben und zu üben.

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