Wheelchair-Rankings

Nicht nur die diesjährige Saison der »Fußgänger« ist beendet, auch die Rollstuhlfahrer haben ihre Spielzeit mittlerweile selbstverständlich abgeschlossen. Ein Blick auf die Weltranglisten verrät hierbei, dass das deutsche Rollstuhltennis im Turniersport nicht sonderlich voran kommt. Lediglich 14 aktive Junioren, Damen und Herren werden von der ITF erfasst, das ist erschreckend wenig. Einziger Licktblick sind hierbei definitiv die beiden Damen Sabine Ellerbrock (Einzel: ITF 4/Doppel: ITF 6) und Katharina Krüger (Einzel und Doppel: ITF 9). Dann hat es sich aber auch schon mit der deutschen Präsenz im Damenfeld. Weitere DTB-Ladies gibt es nicht. Bei den Herren sind derzeit sieben Protagonisten im weltweiten UNIQLO-Wheelchair-Ranking geführt: Anthony Dittmar (Einzel: ITF 87/Doppel: ITF 128), Steffen Sommerfeld (Einzel: ITF 90/Doppel: ITF 51), Sven Hiller (Einzel: ITF 128/Doppel: ITF 184), Guido Nespethal (Einzel: ITF 190/Doppel: ITF 318), Christoph Wilke (Einzel: ITF 479/Doppel: ITF 240), Karl Lotz (Einzel: ITF 578/Doppel: ITF 526) und Matthias Albanus (Einzel: ITF 612/Doppel: ITF 565).

Spielerinnen und Spieler, die auch ihre Arme nur eingeschränkt bewegen können, duellieren sich in der so genannten »Quadklasse«. Aus deutscher Sicht sind hier Maximilian Laudan (Einzel: ITF 26/Doppel: ITF 29), Marcus Laudan (Einzel: ITF 35/Doppel: ITF 56), Bianca Osterer (Einzel: ITF 67/Doppel: ITF 32) und Nick Nobbe (Einzel: ITF 70/Doppel: ITF 78) vertreten. Bei den Jugendlichen werden aus deutscher Sicht bei den Jungen Christoph Wilke (Einzel: ITF 68/Doppel: ITF 240) sowie Justin Blum (Einzel: ITF 69/Doppel: ITF 240) geführt, bei den Mädchen kommt allerdings nichts nach. Zum Vergleich: Die Niederlande ist mit 39 Aktiven im internationalen Wettbewerb vertreten, die Japaner gar mit 109 Rollstuhlfahrern.

Autor: Christoph Kellermann
Photocredit:
Jürgen Hasenkopf

November 2018 · © Tennisredaktion.de