Wenn,… dann…

Von Brigitte Neumann.

Ein User schrieb mir: „Hallo liebe Brigitte! Ich würde gerne von Dir wissen, wie ich es schaffe, meinen ersten Gedanken in die Tat umzusetzen und nicht zu switchen. Im Ballwechsel habe ich sehr oft die Situation, wo ich mich während des Anlaufens oder Schlagens plötzlich umentscheide, was Schlagart und Richtung des Balles angeht. Manchmal entscheide ich mich sogar gegen eine Vorhand, um plötzlich Rückhand zu spielen und umgekehrt. Da spielt eine Verunsicherung mit rein, schon klar. Aber was kann ich tun?! Mein Trainer vor Ort ist genauso verzweifelt, wie ich selbst…“

Hallo Jan! Im Tennissport brauchst Du viele Automatismen, damit Du dann im Ernstfall ganz individuell und schnell agieren kannst. Am besten nimmst Du Dir mit Deinem Trainer verschiedene Angriffsspielzüge vor und trainierst diese intensiv und mit dem klaren Wissen »wann spiele ich wie?«. Im Match selbst darfst Du gar nicht mehr lange überlegen, was Du jetzt tun sollst. Deshalb brauchst Du »Copingstrategien«, das heißt, wenn,… dann… Du brauchst dieses taktische Verstehen, sonst bist Du immer wieder verunsichert. Vielleicht kann Dein Trainer auch ein Match aufzeichnen und mit Dir anschließend am Bildschirm gemeinsam überlegen, was Du in welcher Situation erfolgreicher umsetzen kannst. All das ist immer wieder »üben, üben, üben«. Wenn Du dazu bereit bist, wird Dir das auch gelingen. Come on!

Dezember 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf