Wechselseitiger Support

KraMies
© Hasenkopf

Fra­ge an Ste­phan Medem: Am Sonn­tag begin­nen die ATP Finals in Lon­don. Mit Andre­as Mies und Kevin Kra­wi­etz haben wir Deut­schen ja im Dop­pel die French-Open-Sie­ger als Eisen im Feu­er. Bei­de sind im Ein­zel unbe­schrie­be­ne Blät­ter und haben im ver­gan­ge­nen Jahr noch Chal­len­ger­luft inha­liert. Was glaubst Du, macht die­se bei­den Spie­ler als Dop­pel­team plötz­lich so stark? Ich schrei­be die­se Fra­ge Dir, weil ich ver­mu­te, dass die Stär­ken im Wesent­li­chen einer gesun­den Psy­che ent­sprin­gen? Weil tech­nisch sind sie heu­te so fer­tig oder unfer­tig wie im letz­ten Jahr. Was macht Dei­ner Mei­nung nach über­haupt das per­fek­te Dop­pel aus? Freue mich auf Dei­ne Expertise!

Ste­phan Medem: Nun, natür­lich spie­len Psy­che und men­ta­le Stär­ke die alles ent­schei­den­den Rol­len im pro­fes­sio­nel­len Ten­nis­sport. Aber abge­se­hen davon, gibt es grund­sätz­lich ein­fach Typen, die es nicht schaf­fen, die »Ups und Downs« in einem Match allei­ne auf die Ket­te zu bekom­men. Als Dop­pel­spie­ler haben sie dann aber einen Part­ner an ihrer Sei­te! Die Ver­ant­wor­tung wird somit schon ein­mal auf zwei paar Schul­tern ver­teilt. Das macht auf dem Ten­nis­platz, wie auch im rich­ti­gen Leben, in der Regel vie­les ein­fa­cher. Gera­de in Pha­sen, in denen es ein­mal nicht so opti­mal läuft, kann ein Part­ner sei­nen Mit­spie­ler schnell wie­der auf Kurs brin­gen. Und damit sind wir eigent­lich schon bei einem der wich­tigs­ten Punk­te, die mei­ner Mei­nung nach ein gutes Dop­pel­team aus­ma­chen: Wech­sel­sei­ti­ger Sup­port! Vor allem dann, wenn einer der Spie­ler mal etwas durchhängt.

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