TK Kempen
© TK RW Kempen

Am 17. März haben wir mit unserem Beitrag »Wer denkt an die Trainer?« Meinungen von Verbänden, Trainern, Tennisschulen und Trainern eingefordert. Viele Zuschriften erreichten uns, einige haben wir online gestellt. Heute erreichte uns eine beeindruckende Mail vom nordrhein-westfälischen Tennisklub Rot-Weiss Kempen (über 130 Kinder und Jugendliche im aktiven Training). Die dortige Jugendwartin, Dr. Claudia Stockmann, schilderte uns ihre Vorgehensweise im Umgang mit den drei Vereinstrainern.

„Als wir den Trainingsbetrieb bedauerlicherweise einstellen mussten, war für uns von Anfang an selbstverständlich, den Trainingsausfall für die Trainer für die Wintersaison mit 50 % zu erstatten. Über den vollen Betrag wollten wir erst die Eltern befragen, da hier ja schließlich auch ein Anrecht auf eine Leistung für bezahlte Stunden besteht. Eine Online-Umfrage zeigte jedoch sehr schnell eine große Solidarität! Die Eltern verzichteten auf Rückerstattung, so dass bis zu den Osterferien 100% Trainingsausfall an unsere Haupttrainer erstattet werden kann. Für den Fall, dass auch nach den Osterferien der Trainingsbetrieb nicht aufgenommen werden kann, hat sich der engste Vorstand beraten. Wir werden dann erstmal bis Ende Mai ein Gehalt von 50% laut neu erstelltem Sommertrainingsplan vergüten. Diese Beträge stellt die Jugendkasse bereit. Da die Jugendarbeit in unserem Verein groß geschrieben wird und sehr erfolgreich verläuft,  haben wir hier ausreichend Mittel zur Verfügung. Sobald wir wieder auf die Plätze dürfen, versuchen wir, unsere Außensaison etwas zu verlängern und gegebenenfalls auch in den Ferien Jugendtraining anzubieten. Wir sind sehr stolz auf die Solidarität in unserem Verein, und die Jugendabteilung freut sich, ihren Trainern etwas zurückgeben zu können.”

»Tennisredaktion.de« meint: Der TK Rot-Weiss Kempen sowie dessen Mitglieder sind ein perfektes Vorbild für alle anderen Tennisvereine und Tenniseltern. Ohne Solidarität geht in diesen Tagen nichts. Die Trainer geben in der Regel über die Saison verteilt mehr, als sie müssten. Nun können Bezirke, Verbände, Vereine und Tenniseltern etwas zurückzahlen.