Unvollkommen.

Man fragt sich wirklich, wer oder was diesen Typen immer wieder reitet. Philipp K. aus A. lässt keine Gelegenheit aus, zu demonstrieren, dass er nun wirklich nicht in der Lage ist, seinen bescheidenen Namen und das Drumherum auch nur annähernd positiv zu verkaufen. Man kann ihn einfach nicht mögen. Anhimmeln schon gar nicht. Selbst wenn er – wie in dieser Woche – den Sprung in ein Grand-Slam-Viertelfinale schaffen konnte. Natürlich hat man im Achtelfinale dem demütigen Japaner Nishikori die Daumen gedrückt und nicht dem einstigen Olympiaverweigerer. Und ebenso natürlich hätte man in der Runde zuvor lieber »Rotzlöffel« Zverev siegen sehen. Die Arroganz und Selbstverliebtheit eines Philipp Kohlschreiber ist unerträglich.

Vorgestern setzte er dem Ganzen die Krone auf, als er sich damit rühmte, dem Zverev-Clan aufgezeigt haben zu wollen, eben noch nicht zur Weltklasse zu gehören. Was für ein Schmarrn! Auslaufmodell Kohlschreiber, der in seiner ganzen Karriere maximal gehobener Durchschnitt war, mit Shootingstar Zverev zu vergleichen, gerade mal ein paar Jahre auf der Tour, verbietet sich. Schon jetzt hat Zverev Turniertrophäen im Regal stehen, die für Kohlschreiber stets unerreichbar blieben. Ich denke da an seine drei Triumphe bei den Masters-Series-Events in Rom, Montreal und Madrid. Kohlschreiber weiß, dass seine Karriere unvollkommen und bald vorüber ist. Das wurmt ihn.

 

Autor: Christoph Kellermann
Photocredit:
Jürgen Hasenkopf

September 2018 · © tennisredaktion.de