Uncoachable!

Nick Kyrgios
© Hasenkopf

Fra­ge an Ste­phan Medem: Lie­be Ten­nis­re­dak­ti­on! Zunächst ein­mal Kom­pli­ment für Ihre doch etwas ande­re Publi­ka­ti­on. Heu­te lese ich Ihren aktu­el­len Brief an Nick Kyr­gi­os. Die­ser Typ ist wirk­lich nicht zu fas­sen. Mich wür­de inter­es­sie­ren, was Ihre Exper­ten solch einem zwei­fel­los talen­tier­ten, aber durch­ge­knall­ten Spie­ler raten wür­den? Ist ein Spie­ler wie Kyr­gi­os über­haupt zu coa­chen? Kann man solch einen Spie­ler auf die rich­ti­ge Bahn bringen?

Ste­phan Medem: Also, da habe ich mei­ne Beden­ken. Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass ein Spie­ler wie Kyr­gi­os wirk­lich zu coa­chen ist. Den Schuh wür­de ich mir für kein Geld der Welt anzie­hen wol­len. Was sein unmög­li­ches Beneh­men auf dem Platz angeht, nun, was Chris Kel­ler­mann in sei­nem »Brief an Nick« geschrie­ben hat. tei­le ich — aber nur bedingt. Sei­ne Punk­te sowie sein Geld hat er als Spie­ler ver­dient! Also war­um weg­neh­men?! Ich erin­ne­re mich ein biss­chen zurück. »Bad boys« gab es in unse­rem Sport schon immer: Nasta­se, Con­nors, McEn­roe — um nur die Bekann­tes­ten zu nen­nen. Und? Haben die­se Typen dem Sport gescha­det? Nein. Sie haben wie Kyr­gi­os geni­al gespielt, waren aber ver­rückt. Ich sehe dar­in kein Problem.

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