Rafael Nadal
© Jürgen Hasenkopf

Userfrage: „Mein Sohn spielt die Rückhand wie einst Jim Courier (nur nicht so erfolgreich). Wie ein Baseballspieler wemst er drauf, leider zu oft ohne Kontrolle. Der Trainer bekommt das nicht in den Griff, gerne will ich ihm ein paar Tipps von einer echten Trainerkapazität geben. Der Sohnemann spielt beidhändig und meines Erachtens alls zu glatt. Was kann ich tun? Hilft eine Ballmaschine?”

Hola!

Nun, wichtig ist es, zielorientiert zu trainieren. Um ein wenig Drall zu trainieren, platziere Deinen Sohn ca. ein bis zwei Meter hinter dem Netz. Von dort aus muss er die Bälle in vorgegebene Ziele spielen. Um diese Aufgabe erfolgreich zu lösen, muss der Schläger mehr von unten nach oben steil aufwärts geschwungen werden. So bekommt er mehr Gefühl für den notwendigen Drall. Für die Rotation und den frühen Treffpunkt empfehle ich eine Übung von der T-Linie: Er möchte (falls er Rechtshänder ist, sonst umgekehrt) den Schläger aus der offenen Stellung heraus in die linke Hand nehmen (auch Kurzgriff) und den Schläger im optimalen Treffpunkt senkrecht vor dem Körper mit leicht angewinkeltem Ellenbogen (Ellenbogen berührt die Hüfte) stehen lassen. Zuvor legt er die rechte Hand hinten auf den Rücken. Nun muss er beim Schlag rotieren und bekommt ein Gefühl für die notwendige Speicherung in der Muskulatur. Der Arm wird so immer unwichtiger. Achte darauf, dass die Ausholbewegung nicht zu lang ist. Der Griff sollte auf den Ball zeigen, nicht länger ausholen. Eher sogar kürzer, so werden Arm und Körper eine Einheit. Nach einiger Übung kann er dann beide Hände an den Griff nehmen und versuchen die Bewgeung mit zwei Händen zu imitieren. Eine tolle Übung. Alles Tempostufe zwei bis fünf.

Jörg Linden

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Tennis-Enthusiast Jörg Linden ist ein Kind des Ruhrpotts. Einst wurde er für seine überragende Vereinsarbeit zum »DTB-Trainer des Jahres« gekürt, heute leitet er das »Tennis-College« auf Fuertventura. Für »Tennisredaktion.de« steht er seit einer gefühlten Ewigkeit als Experte für die Bereiche »Trainingslehre« und »Tennistechnik« zur Verfügung. Jörg liebt es, seine große Erfahrung sowohl an die jungen, als auch an die erfahrenen Leser der »Tennisredaktion« weiterzugeben. Darüber hinaus begeistert er die Leserschaft mit spannenden Blogs.

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