Übungstipps für mehr Spin

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Fra­ge an Jörg Lin­den: Mein Sohn spielt die Rück­hand wie einst Jim Cou­rier (nur nicht so erfolg­reich). Wie ein Base­ball­spie­ler »wemmst« er drauf, lei­der zu oft ohne Kon­trol­le. Der Trai­ner bekommt das nicht in den Griff, ger­ne will ich ihm ein paar Tipps von einer ech­ten Trai­ner­ka­pa­zi­tät geben. Der Soh­ne­mann spielt beid­hän­dig und mei­nes Erach­tens alles zu glatt. Was kann ich tun? Hilft eine Ballmaschine?

Jörg Linden
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Jörg Lin­den: Nun, wich­tig ist es, ziel­ori­en­tiert zu trai­nie­ren. Um ein wenig Drall zu trai­nie­ren, plat­zie­re Dei­nen Sohn ca. ein bis zwei Meter hin­ter dem Netz. Von dort aus muss er die Bäl­le in vor­ge­ge­be­ne Zie­le spie­len. Um die­se Auf­ga­be erfolg­reich zu lösen, muss der Schlä­ger mehr von unten nach oben steil auf­wärts geschwun­gen wer­den. So bekommt er mehr Gefühl für den not­wen­di­gen Drall. Für die Rota­ti­on und den frü­hen Treff­punkt emp­feh­le ich eine Übung von der T‑Linie: Er möch­te (falls er Rechts­hän­der ist, sonst umge­kehrt) den Schlä­ger aus der offe­nen Stel­lung her­aus in die lin­ke Hand neh­men (auch Kurz­griff) und den Schlä­ger im opti­ma­len Treff­punkt senk­recht vor dem Kör­per mit leicht ange­win­kel­tem Ellen­bo­gen (Ellen­bo­gen berührt die Hüf­te) ste­hen las­sen. Zuvor legt er die rech­te Hand hin­ten auf den Rücken. Nun muss er beim Schlag rotie­ren und bekommt ein Gefühl für die not­wen­di­ge Spei­che­rung in der Mus­ku­la­tur. Der Arm wird so immer unwich­ti­ger. Ach­te dar­auf, dass die Aus­hol­be­we­gung nicht zu lang ist. Der Griff soll­te auf den Ball zei­gen, nicht län­ger aus­ho­len. Eher sogar kür­zer, so wer­den Arm und Kör­per eine Ein­heit. Nach eini­ger Übung kann er dann bei­de Hän­de an den Griff neh­men und ver­su­chen die Bewe­gung mit zwei Hän­den zu imi­tie­ren. Eine tol­le Übung. Alles Tem­po­st­u­fe zwei bis fünf.

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