Toben macht schlau

Kindertennis
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Aus den Erkennt­nis­sen über die Bedeu­tung der Moto­rik für die Gesamt­ent­wick­lung der Kin­der ergibt sich die Not­wen­dig­keit der Bewe­gungs­er­zie­hung. Da in wei­ten Bevöl­ke­rungs­schich­ten die zen­tra­le Stel­lung der Moto­rik im Ent­wick­lungs­pro­zess der Kin­der nicht bekannt, bzw. nicht bewusst ist, wird die Bewe­gung der meis­ten Kin­der sehr stark ein­ge­schränkt. Eine sys­te­ma­ti­sche För­de­rung der moto­ri­schen Ent­wick­lung der Vor­schul­kin­der gibt es prak­tisch nicht.

Reimar Bezzenberger
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Die meis­ten Eltern hal­ten eine För­de­rung ihrer Kin­der im intel­lek­tu­el­len Bereich für sehr  wich­tig. Die Not­wen­dig­keit der moto­ri­schen Ent­wick­lung wird nur sel­ten erkannt. In vie­len Fami­li­en fehlt es nicht nur an der not­wen­di­gen För­de­rung, son­dern das Kind wird sogar an der Bewe­gung gehin­dert. Beeng­te Wohn­ver­hält­nis­se und Man­gel an Spiel­raum im Frei­en schrän­ken die Kin­der in ihrer moto­ri­schen Ent­wick­lung stark ein. Hier­bei wird meist über­se­hen, dass die durch Inak­ti­vi­tät her­bei­ge­führ­te moto­ri­sche Unter­ent­wick­lung letzt­lich wesent­lich mehr Unfall­mög­lich­kei­ten mit sich bringt, als das ris­kan­te Bewe­gungs­spiel. Das Fern­se­hen ist eine der wesent­li­chen tech­ni­schen Errun­gen­schaf­ten der Zivi­li­sa­ti­on, die bereits im Vor­schul­al­ter zu Bewe­gungs­ar­mut führt. Zum einen schät­zen Eltern den Bil­dungs­wert von Kin­der­sen­dun­gen sehr hoch ein und mei­nen, ihre Kin­der auf die­se Wei­se intel­lek­tu­ell zu för­dern. Zum ande­ren sind die Kin­der vor dem Fern­se­her gut auf­ge­ho­ben und ver­hal­ten sich ruhig und stö­ren die Erwach­se­nen nicht. Die­se Zeit geht der akti­ven kör­per­li­chen Betä­ti­gung verloren.

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