Toben macht schlau

Aus den Erkenntnissen über die Bedeutung der Motorik für die Gesamtentwicklung der Kinder ergibt sich die Notwendigkeit der Bewegungserziehung. Da in weiten Bevölkerungsschichten die zentrale Stellung der Motorik im Entwicklungsprozess der Kinder nicht bekannt, bzw. nicht bewusst ist, wird die Bewegung der meisten Kinder sehr stark eingeschränkt. Eine systematische Förderung der motorischen Entwicklung der Vorschulkinder gibt es praktisch nicht.

Die meisten Eltern halten eine Förderung ihrer Kinder im intellektuellen Bereich für sehr  wichtig. Die Notwendigkeit der motorischen Entwicklung wird nur selten erkannt. In vielen Familien fehlt es nicht nur an der notwendigen Förderung, sondern das Kind wird sogar an der Bewegung gehindert. Beengte Wohnverhältnisse und Mangel an Spielraum im Freien schränken die Kinder in ihrer motorischen Entwicklung stark ein. Hierbei wird meist übersehen, dass die durch Inaktivität herbeigeführte motorische Unterentwicklung letztlich wesentlich mehr Unfallmöglichkeiten mit sich bringt, als das riskante Bewegungsspiel. Das Fernsehen ist eine der wesentlichen technischen Errungenschaften der Zivilisation, die bereits im Vorschulalter zu Bewegungsarmut führt. Zum einen schätzen Eltern den Bildungswert von Kindersendungen sehr hoch ein und meinen, ihre Kinder auf diese Weise intellektuell zu fördern. Zum anderen sind die Kinder vor dem Fernseher gut aufgehoben und verhalten sich ruhig und stören die Erwachsenen nicht. Diese Zeit geht der aktiven körperlichen Betätigung verloren.

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