Thema: Bildzeilen

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Fra­ge an Frank Hof­en: Guten Tag und schö­nen ers­ten Advent, lie­ber Herr Hof­en! Ich fin­de Ihre Rubrik in die­sem Exper­ten­fo­rum sehr, sehr gut und möch­te Ihnen zu Ihren Bei­trä­gen gra­tu­lie­ren! Ich hof­fe, dass Sie auch für mich wert­vol­le Rat­schlä­ge parat haben! Mei­ne Fra­ge bezieht sich auf die so genann­ten Bild­zei­len oder wohl auch Bild­un­ter­schrif­ten. Was ist da bei der Wei­ter­ga­be von Fotos an die Lokal­re­dak­tio­nen oder bei der eige­nen Publi­ka­ti­on in unse­rer Ver­eins­zei­tung zu beach­ten? Ist eine Bild­zei­le jour­na­lis­ti­sche Pflicht oder gibt es Aus­nah­men, wo man sie weg­las­sen kann. Nicht immer kennt man ja alle Per­so­nen auf den Fotos und manch­mal sind es auch ein­fach zu viele…

Frank Hofen
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Frank Hof­en: Zunächst ein­mal ein herz­li­ches Dan­ke­schön für Ihre posi­ti­ve Bewer­tung mei­ner Rat­schlä­ge. Mein Bestre­ben wird es auch wei­ter­hin sein, inhalt­lich Sinn­vol­les mit­zu­tei­len. In die­sem Fall gilt es auch für Ihre Fra­gen. Die Fra­ge nach Bild­zei­len beant­wor­tet sich eigent­lich von allein! Was bringt die Ver­öf­fent­li­chung eines Bil­des, wenn nir­gend­wo steht, wer denn eigent­lich dar­auf abge­bil­det ist? Ohne Vor- und Zuna­men hat das Bild dem­zu­fol­ge kei­ne Aus­sa­ge­kraft und auch kei­nen Stel­len­wert, denn nie­mand kennt die Per­so­nen. Außer die Betrof­fe­nen sel­ber, aber mit dem Bild­mo­tiv wol­len Sie ja eine media­le Wir­kung und eine gewis­se Auf­merk­sam­keit erzie­len. Also nie ein Bild ohne Nen­nung der Namen ver­öf­fent­li­chen. Genau­so wich­tig ist aller­dings auch die Nen­nung des Foto­gra­fen. Ein Bild ohne Copy­right kann bei einer Ver­öf­fent­li­chung finan­zi­el­le Fol­gen von Sei­ten des Rech­te­inha­bers, sprich: des Foto­gra­fen, nach sich ziehen.

Ihr Hin­weis, man kennt ja nicht alle Per­so­nen, las­se ich nicht gel­ten. Wenn Sie sel­ber das Foto »geschos­sen« haben, dann fra­gen Sie die foto­gra­fier­ten Per­so­nen nach ihren Vor- und Zuna­men. Dabei kön­nen Sie auch gleich die Daten­schutz­fra­ge klä­ren, ob die Per­so­nen mit einer Ver­öf­fent­li­chung ein­ver­stan­den sind. Außer es han­delt sich um eine öffent­li­che Ver­an­stal­tung, wo der oder die Betrof­fe­ne damit rech­nen muss, dass er oder sie foto­gra­fiert wird. Noch ein Tipp, wie man Bil­der mit einer gro­ßen Ansamm­lung von Per­so­nen ver­hin­dern kann, zumal doch ein jeder ger­ne auf das Bild möch­te. Machen Sie doch zuerst die­ses Bild mit allen Per­so­nen, denn dann ist zunächst bei jedem Ein­zel­nen der foto­gra­fi­sche Wunsch befrie­digt. Anschlie­ßend stel­len Sie klei­ne Grup­pen zusam­men, wo die Anzahl der Per­so­nen über­sicht­li­cher ist. Die Zusam­men­stel­lung kann sich nach Sie­ger und Fina­lis­ten, Orga­ni­sa­to­ren und Tur­nier­lei­tung, Eltern und Mann­schaft etc. rich­ten. Da sind Ihrem Erfin­dungs­reich­tum kei­ne Gren­zen gesetzt. Dies ist zwar manch­mal etwas auf­wän­di­ger, aber die Ver­öf­fent­li­chung des Bil­des mit Vor- und Zuna­men bringt mehr Auf­merk­sam­keit ein, als zum Bei­spiel ein Bild mit dem simp­len Hin­weis: »Sie­ger und Plat­zier­te beim…« Da freut sich höchs­ten der­je­ni­ge dar­über, der sich erkannt hat. Aber Öffent­lich­keits­ar­beit ist das nicht.

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