»The Coach«

Stephan Medem
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Von Ste­phan Medem. Er hat es geschafft, eine sehr erfolg­rei­che Ten­nis­aka­de­mie auf die Bei­ne zu stel­len und Sere­na Wil­liams über Jah­re hin­weg immer wie­der zu Höchst­leis­tun­gen zu moti­vie­ren. Auch hat er es geschafft, als Exper­te auf ver­schie­de­nen Kanä­len immer wie­der mit sehr guten Bei­trä­gen zur Stel­le zu sein, sich selbst sehr wir­kungs­voll zu ver­mark­ten und dar­zu­stel­len — dies jedoch im Gegen­satz zu vie­len ande­ren »Ten­nis­ex­per­ten« gekonnt dezent, ohne dabei jemals über­se­hen zu wer­den. Die Rede ist von Patrick Mou­ra­to­glou. Auch bekannt als »The Coach«.

Immer wenn eine der Live-Kame­ras ihn wäh­rend eines Matches ins Visier nimmt und auf ihn ein­zoomt — mit einer schein­ba­ren inne­ren Ruhe und Uner­schüt­ter­lich­keit, wel­che natür­lich auch auto­ma­tisch auf sei­nen Arbeit­ge­ber »on-court« über­schwap­pen muss­te, ein­fach nur »da zu sein und ein »Alles wird gut« aus­zu­strah­len. Okay, viel­leicht nimmt er ab und zu auch mal sein mitt­ler­wei­le sagen­um­wo­be­nes schwar­zes Büch­lein her­aus und krit­zelt irgend­wel­che wich­ti­gen Geheim­nis­se hin­ein. Ähn­lich einem gro­ßen, mys­ti­schen Zau­be­rer aus einer »Har­ry Pot­ter« Ver­fil­mung. Patrick Mou­ra­touglu ist defi­ni­tiv einer der Star-Coa­ches auf der Tour und es ist durch­aus loh­nens­wert, ein biss­chen was über die­sen Typen zu erfahren. 

Das Buch gibts in Patricks Mut­ter­spra­che fran­zö­sisch, auch über­setzt auf Eng­lisch. Wobei — da hat der Über­set­zer ziem­lich geschlu­dert. So oder so: »The Coach« ist für jeden Ten­nis­trai­ner oder Coach eine Inspi­ra­ti­on. Auch für Spie­ler und Eltern durch­aus lesens­wert. Ein abso­lu­tes »Must-read« für die Euro­sport-Kol­le­gen Stach und Becker. Viel­leicht sind nach der Lek­tü­re die­ser Bio­gra­phie auch sie in der Lage, etwas öfters vor­nehm zu schwei­gen oder »Wich­ti­ges« erst ein­mal in ein schwar­zes Büch­lein zu schrei­ben, es danach durch­zu­le­sen und dann erst zu ent­schei­den, ob sie es den Zuschau­ern erzäh­len wol­len oder es lie­ber sein las­sen. Ich wür­de Becker und Stach jeder­zeit ein Exem­plar auf mei­ne Kos­ten zukom­men las­sen, ver­bun­den mit der Hoff­nung, dass wir nach Coro­na auf Euro­sport öfter Mal unge­stört Ten­nis schau­en dürfen…

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