Tennis in der Schule

Kindertennis
© AINFACH.com

Der Fächer­ka­non in den ein­zel­nen Schul­for­men ist sehr viel­fäl­tig. Die  Fach­lehr­plä­ne geben die Rich­tung vor, indem sie grund­le­gen­de Zie­le für die ent­spre­chen­den Jahr­gangs­stu­fen for­mu­lie­ren, die auf ver­schie­de­nen Wegen erreicht wer­den kön­nen. Dabei spie­len die Vor­aus­set­zun­gen der Schu­len (Sport­stät­ten, Koope­ra­ti­ons-Ver­ein­ba­run­gen, Tra­di­tio­nen etc.) sowie die Inter­es­sen- und Aus­bil­dungs­la­ge der Sport­leh­rer eine gro­ße Rol­le. In der letz­ten DSB Sprint-Stu­die wur­de der Schul­sport mit all sei­nen Facet­ten aus Sicht der Schul­lei­tung, der Leh­rer, der Eltern und der Schü­ler beleuch­tet. In 23 von 32 Lehr­plä­nen in Deutsch­land taucht Ten­nis als Schul­sport­art auf. Die Sport­stät­ten­ver­sor­gung mit Ten­nis­an­la­gen ist deutsch­land­weit bes­tens, so kön­nen 20% aller Schu­len auf Ten­nis­an­la­gen zum Schul­sport zurück­grei­fen. Die Umset­zung gestal­tet sich aller­dings schwie­rig, da Ten­nis im Unter­richts­um­fang ins­ge­samt ledig­lich 3,5% ausmacht.

Bei Schü­ler­be­fra­gun­gen kam es zu dem erstaun­li­chen Ergeb­nis, dass sich 25% der Schü­ler in der Klas­sen­stu­fe 7 bis 9 Ten­nis im Schul­sport wün­schen und 22,6% fin­den, dass Ten­nis eine »ver­nach­läs­sig­te« Sport­art im Unter­richt ist. Pro­fes­sor Hart­mut Gab­ler mach­te in sei­nem Bei­trag beim 10. Inter­na­tio­na­len Schul­ten­nis­mee­ting deut­lich, dass Schul­sport und Ten­nis sehr gut zusam­men passen.

1) Schul­sport soll­te die kör­per­li­che Ver­fas­sung ver­bes­sern. Ten­nis­spe­zi­fi­sche Bewe­gungs­mus­ter des Schla­gens, Wer­fens und Lau­fens sind auch unter ver­ein­fach­ten schul­spe­zi­fi­schen Bedin­gun­gen geeig­net, posi­ti­ve Rei­ze zu setzen!

2) Schul­sport soll­te sozia­le Erfah­run­gen und Kom­pe­ten­zen ermög­li­chen. Lern­part­ner­ori­en­tier­te Auf­ga­ben­stel­lun­gen, aber auch die Dop­pel­si­tua­ti­on im Klein­feld-Match, ver­mit­teln in hohem Maße ele­men­ta­re sozia­le Erfah­run­gen und Kompetenzen.

3) Schul­sport soll­te im ver­tret­ba­ren Maße den Inter­es­sen der Schü­ler ent­spre­chen. In dem »Schü­ler-Wunsch­kon­zert« (sie­he SPRINT-Stu­die) ran­giert Ten­nis in der Beliebt­heits­ska­la weit vorn.

4) Schul­sport soll­te zum außer­un­ter­richt­li­chen Sport befä­hi­gen. Ten­nis hat eine hohe Frei­zeit­re­le­vanz, da es vie­le Ten­nis­ver­ei­ne gibt. Ten­nis ist in vie­len Urlaubs­or­ten ein Stan­dar­d­an­ge­bot, wel­ches gern genutzt wird. Trend­va­ri­an­ten wie Street-Ten­nis, Beach-Ten­nis etc. ani­mie­ren ebenfalls.

5) Schul­sport soll­te viel­fäl­ti­ge Sport- und Bewe­gungs­er­fah­run­gen ver­mit­teln.  Durch kin­der­spe­zi­fi­sche Ange­bo­te wie Low-T-Ball und Klein­feld­ten­nis, Kurz­schlä­ger oder Metho­dik­bäl­le (»Play+Stay-Konzept«) ist Ten­nis her­vor­ra­gend geeig­net, auch Ein­stei­gern ers­te erfolg­rei­che Ein­drü­cke zu vermitteln.

  » Rei­mars bis­he­ri­ge Beiträge…