Teamleistung

Teamgeist
© Hasenkopf

Wir sind ein erfolg­rei­ches Team! Mit Team­geist und opti­ma­ler Moti­va­ti­on zu star­ker Mann­schafts­leis­tung. Doch was ist ein Team? Unter einem Team ver­steht man den Zusam­men­schluss von min­des­tens zwei Indi­vi­du­en zur gemein­sa­men Ziel­er­rei­chung. Im Ten­nis wird die Leis­tung der Ein­zel­sport­ler zu einer Team­leis­tung addiert. Außer im Dop­pel, wo es wich­tig ist, tat­säch­lich auf­ein­an­der ein­ge­spielt zu sein. Ten­nis­spie­ler brau­chen die Kon­kur­renz­si­tua­ti­on, um wirk­lich erfolg­reich zu spie­len und ALLES aus sich her­aus­zu­ho­len. Trotz­dem kann gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung unter Kol­le­gen eine Leis­tungs­stei­ge­rung bewirken.

Brigitte Neumann
© Neu­mann

Die ers­te Vor­aus­set­zung zum Mann­schafts­er­folg ist die gemein­sa­me Ziel­set­zung. Nur wenn alle Mit­glie­der das glei­che Ziel vor Augen haben, sich damit iden­ti­fi­zie­ren kön­nen, wird man dafür auch kämp­fen. Wich­tig also, dass Eure Mann­schaft gemein­sam ein Sai­son­ziel her­aus­ar­bei­tet, das für alle rea­lis­tisch und erreich­bar ist, aber auch anspor­nend und mit Anreiz für jeden Spie­ler. Jeder Spie­ler hat sei­ne ganz per­sön­li­chen Stär­ken, für die er geschätzt wird, und Schwä­chen, die inner­halb der Mann­schaft akzep­tiert wer­den. Jeder soll­te eine unter­schied­li­che Mei­nung äußern kön­nen. Ganz nor­mal ist, dass immer wie­der Kon­flik­te auf­tre­ten. Des­halb soll­tet Ihr auf einen kon­struk­ti­ven, respekt­vol­len und lösungs­ori­en­tier­ten Umgang damit ach­ten. Vor allem nach Nie­der­la­gen darf es nicht zu offe­nen oder ver­deck­ten Schuld­zu­wei­sun­gen kom­men, die den Team­geist unter­gra­ben und Moti­va­ti­on ver­hin­dern. Als Bera­ter wäh­rend des Matchs soll­te nur der Mann­schafts­kol­le­ge ein­ge­setzt wer­den, des­sen Rat der Spie­ler auch akzep­tie­ren und anneh­men kann. Auf kei­nen Fall darf der Betreu­er sei­ne eige­ne Erre­gung nach außen zei­gen. Er soll­te auf den Spie­ler einen beru­hi­gen­den, moti­vie­ren­den Ein­fluss haben. Ein ver­trau­ens­vol­les Mit­ein­an­der ist der Schlüs­sel für ein erfolg­rei­ches Coa­ching. Grund­sätz­lich darf wäh­rend des Spiels nur posi­tiv bewer­tet und gelobt wer­den, gute Aktio­nen her­aus­ge­stellt wer­den. Tipps für Ver­än­de­run­gen soll­ten nur posi­tiv geäu­ßert wer­den, erklärt wer­den, wie es der Spie­ler bes­ser machen kann. Statt: Spiel nicht immer auf die Vor­hand — Bes­ser: Spiel ihn mehr auf der Rück­hand an +++ Statt: „Dei­ne Rück­hand kommt nicht” — Bes­ser: „Dei­ne Vor­hand ist super, set­ze sie mehr ein” +++ Statt: „Dein Ball­wurf ist zu nied­rig” — Bes­ser: „Ver­such mal, den Ball höher zu wer­fen” +++ Statt: „Sei doch nicht so ner­vös” — Bes­ser: „Komm, kon­zen­trie­re Dich jetzt” +++ Statt: „Pass auf, gleich ist der Satz weg” — Bes­ser: „Komm, greif an, gib alles, Du schaffst es” +++ Statt: „Bist du müde?” — Bes­ser: „Kann ich Dir eine Banane/Wasser holen?”

Mit dem gemein­sa­men Fei­ern eines Sie­ges stei­gert sich das Wir-Gefühl. Gegen­sei­ti­ges Lob bit­te immer ehr­lich und auf­rich­tig. Nur dann ist es auch Moti­va­ti­on für den Erfolg. Das gemein­sa­me Ziel darf nicht ver­lo­ren gehen, kann aber bei Bedarf ange­passt wer­den (z.B. wenn der Top­spie­ler ver­letzt ist), wenn es rea­lis­tisch nicht mehr erreich­bar ist. Zum The­ma »Team­geist« ein pas­sen­des Zitat von Hen­ry Ford: „Zusam­men­kom­men ist ein Beginn, zusam­men­blei­ben ist ein Fort­schritt, zusam­men­ar­bei­ten ist ein Erfolg.“

    » Bri­git­tes bis­he­ri­ge Beiträge…