Potthoff Ladies Open

Von Christoph Kellermann.

Wie immer beginnt die alljährliche Berichterstattung zu den POTTHOFF LADIES OPEN des TuS 1859 Hamm (27. Februar bis zum 1. März 2020 mit 5.000 Euro Preisgeld) mit einem »Blitzinterview« unsererseits mit Turnierdirektor David Schwätter, der hierbei vor allem seinem treuen und fachkundigen Publikum ein ganz besonders gutes Zeugnis ausstellte…

Tennisredaktion.de: Hallo David! Die nunmehr 28. POTTHOFF LADIES OPEN stehen bevor. Blicken wir zunächst kurz zurück auf das vergangene Jahr, wo Du Deinem treuen Publikum mit Siegerin Stephanie Wagner ein neues Gesicht präsentieren konntest. David Schwätter: Ja, Stephanie hat bei unserer 27. Auflage im vergangenen Jahr von der ersten Runde an voll überzeugt und ihre starke Form, die sie bereits mit nach Hamm gebracht hatte, durch die Runden bis ins Finale transportiert. Dort war ein starker Auftritt auch von Nöten, denn mit Steffi Bachofer wartete ja nicht nur eine sehr routinierte Gegnerin, sondern auch unsere Rekordturniersiegerin…

Tennisredaktion.de: Und das Finale hielt sportlich, was es versprach. Nur stand die Siegerin vielleicht ein wenig zu schnell fest… David Schwätter: Das muss ich leider bestätigen. Wenn ich mir für uns und unsere Zuschauer für das diesjährige Endspiel etwas wünschen darf, dann bitte ein spannendes Dreisatzmatch. Seit 2005 ging nur eine einzige finale Partie über die volle Distanz, nämlich beim Turniersieg von Steffi Bachofer über Nora Niedmers im Jahre 2016. Jeder Turnierveranstalter wünscht sich Spannung bis zum Schluss.

Tennisredaktion.de: Als Medienvertreter kann ich mich diesen Wünschen nur anschließen. Bleiben wir beim Publikum: die Ränge sind bei Euch vor allem am Schlusstag stets bestens gefüllt. David Schwätter: Auf unser Publikum können wir uns in Hamm in der Tat immer verlassen. Man ist uns treu. Ich denke, dass man hierdurch unsere leidenschaftliche Organisation, andererseits aber auch die wirklich sehr gute und attraktive Mischung im Teilnehmerfeld honorieren möchte. Die Spielerinnen zahlen dies mit starken Leistungen an jedem einzelnen Turniertag zurück.

Tennisredaktion.de: Die LADIES OPEN können ja auf nun fast drei Jahrzehnte zurückblicken. Was waren Deine ganz persönlichen Highlights? David Schwätter: Nun, zunächst erinnere ich mich natürlich noch an die Staffelübergabe nach der 20. Auflage. Das waren schon sehr große Schuhe, die der damalige Turnierdirektor Günter Darenberg mir und meinen jungen Mitstreitern zur Nachfolge vor die Hallentür gestellt hat. Es war klug von uns, gar erst nicht zu testen, ob diese Schuhe uns passen würden. Statt dessen haben wir gleich als erste Amtshandlung drei neue Paar Schuhe mitgebracht, um dem Turnier punktuell unseren eigenen, ganz persönlichen Stempel aufzudrücken und eine neue Ära einzuleiten. Günter hat das Turnier zwei Jahrzehnte fantastisch aufgebaut und sozusagen den Boden bereitet. Nach dem Ende dieser personellen Ära wollten wir mit den LADIES OPEN auch insgesamt in ein neues Zeitalter starten. Die POTTHOFF LADIES OPEN genießen in Punkto Organisation und Leistungsniveau bei Spielerinnen und Betreuern gleichermaßen bundesweit einen enorm guten Ruf. Tradition bedeutet für uns Verpflichtung. Von Beginn an wollten wir aber auch eine zeitgemäße Weiterentwicklung im Blick haben. Ich denke, dies ist uns innerhalb der vergangenen acht Jahre auch geglückt.

» Zu den LADIES OPEN…

Januar 2020 · Photocredit: Tennisredaktion.de