Kidstennis
© Jürgen Hasenkopf

„Diese Rückhandschwäche müssen wir ausmerzen!“ – „Der zweite Aufschlag ist viel zu harmlos!“ – „Die Beinarbeit ist sehr schwach!” – Egal, ob ich bei einem internationalen Top- Event oder bei der lokalen Bezirksmeisterschaft am Spielfeldrand stehe, ob sich Eltern oder Trainer miteinander unterhalten, ich höre fast ausschließlich Gespräche über die Schwächen der Spieler! Wie sind denn diese Kinder und Jugendlichen auf dieses doch schon sehr gute Level vorgestoßen? Etwa nur, weil sie so tolle Schwächen haben?

Ich bin der Meinung, dass auf unseren Tennisplätzen sehr viel mehr über die Stärken unserer Kids gesprochen werden sollte! Denn sind wir doch mal objektiv: auch die absoluten Top-Verdiener in unserer Branche haben Schwächen! Aber die verstehen es halt, ihre Schwächen gut zu kompensieren, bzw. haben es gelernt, wie die Gegner über diese Schiene möglichst wenig Schaden anrichten können. Dafür haben sie natürlich einige ganz große Stärken, bzw. Waffen, mit denen sie ihre siegbringenden Punkte einfahren.

Bitte versteht mich hier nicht falsch: natürlich gehören die eingangs erwähnte Rückhand, der zweite Aufschlag und auch die Beinarbeit verbessert – logisch! Aber vergesst auf keinen Fall, in erster Instanz die Stärken aufrecht zu erhalten und zu fördern, denn diese bringen die Punkte und in der Summe auch die Matches und die Rankings. Also liebe Eltern: traut Euch ruhig! Redet mehr über die Stärken Eurer Kinder!

Stephan Medem
© AINFACH.com

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