Spielen spielend lernen

Kindertennis
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»Spie­len lernt man nur durch Spie­len« —  die Spiel- und Bewe­gungs­welt der Kin­der hat sich in den letz­ten Jah­ren deut­lich ver­än­dert. Frü­her waren für Kin­der Stra­ßen, Wäl­der, Wie­sen und Bolz­plät­ze zen­tra­le Orte für die akti­ve sport­li­che Frei­zeit­be­schäf­ti­gung. Klet­tern auf Bäu­me, viel­fäl­ti­ge Fang‑, Versteck‑, und Ball­spie­le för­der­ten Krea­ti­vi­tät, Spiel­witz und Geschick­lich­keit. Heut­zu­ta­ge sind für vie­le Kin­der die eige­nen vier Wän­de zusam­men mit elek­tro­ni­schen Medi­en der bevor­zug­te Spielplatz.

Reimar Bezzenberger
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Aktu­el­le Unter­su­chun­gen bele­gen, dass Kin­der heu­te in ihrer Frei­zeit bis zu 30 Stun­den pro Woche vor dem Fern­se­her oder Com­pu­ter sit­zen. Die Fol­gen sind fatal. Vie­le Kin­der lei­den durch den Bewe­gungs­man­gel unter Über­ge­wicht, psy­cho­so­ma­ti­schen Beschwer­den oder Rücken­pro­ble­men. Die­ser ver­än­der­ten Situa­ti­on müs­sen sich zukünf­tig Ver­ei­ne, Ver­bän­de, Schu­le und Kin­der­gär­ten aktiv und in enger Koope­ra­ti­on stellen.

Sport­ar­ten wie Hand– oder Fuß­ball haben bereits vor eini­gen Jah­ren effek­ti­ve Kin­der­gar­ten­pro­gram­me ent­wi­ckelt und somit für Nach­hal­tig­keit in der Nach­wuchs­ar­beit gesorgt. Der Deut­sche Tur­ner­bund hat anläss­lich des dies­jäh­ri­gen Deut­schen Turn­fes­tes sei­ne Ver­ei­ne auf­ge­ru­fen, ver­mehrt und nach­hal­tig im Kin­der­gar­ten und der Ganz­tags­schu­le prä­sent zu sein. Schaut man sich die Ten­nis-Mit­glie­der­sta­tis­tik für die Alters­klas­se der unter Sechs­jäh­ri­gen  in Deutsch­land an, so fällt auf, dass in den meis­ten Lan­des­ver­bän­den ihr Anteil an der Gesamt­mit­glie­der­zahl weit unter fünf Pro­zent liegt. Hier schlum­mert ein gro­ßes Poten­ti­al, das es zu nut­zen gilt. Mit ent­spre­chen­den Pro­gram­men und Trai­ner­en­ga­ge­ment ist es  mög­lich, im Kin­der­gar­ten erfolg­rei­che Mit­glie­der­ge­win­nung zu betrei­ben. Die »Märk­te« Kin­der­gar­ten und Grund­schu­le wer­den aber nicht nur von Ver­ei­nen, son­dern auch ver­stärkt von ande­ren Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen und Musik­schu­len als Betä­ti­gungs­feld angesehen.

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