Linienbesen
© Jürgen Hasenkopf

Liebe Tennisfreunde!

Jetzt kann auch der letzte Tennisverein seine Türen öffnen, denn Tennis darf nun in ganz Deutschland wieder gespielt werden. Und das ist richtig und gut. Denn Tennis bietet – wie auch Golf und einige andere Sportarten –  die Chance zum kontaktlosen Sport im Freien. Am 24. April hatte Rheinland Pfalz als erstes Bundesland erlaubt, die Plätze für Mitglieder wieder zu öffnen. Während andere Sportarten noch länger warten müssen, können Tennisspieler Ihrem Lieblingssport unter gewissen Voraussetzungen nun also wieder nachgehen. Tennistrainer können wieder arbeiten und Clubgaststätten können ihren Betrieb im Rahmen der erlaubten Gastronomieöffnungen ebenfalls wieder aufnehmen. Und wie stellte ein Ministerpräsident fest: „Sport zu machen, ist gut für das Immunsystem” – Eine Werbung für unseren Sport! Kann man kaum besser formulieren. Jetzt liegt es an uns, an unseren Tennisvereinen, an unseren Tennistrainern und Vereinsverantwortlichen, diese Chance zu nutzen.

Dirk Hordorff
© Jürgen Hasenkopf

Erstens: Bedacht und Vernunft! Die empfohlenen Schutz- und Hygiene-Maßnahmen nicht als notwendiges Übel ansehen, sondern alles aktiv umsetzen, was der Gesundheit der Tennisspieler nutzt. Und dazu auch mal vor einigen unangenehmen Diskussionen mit dem einen oder anderen uneinsichtigen Mitglied nicht ausweichen. Denn dass Tennis gesund ist, das Immunsystem stärkt, Tennisspieler länger leben, das muss in der heutigen Corona-Zeit jeden Tag neu erarbeitet werden. Durch Vernunft und Einhaltung der Vorschriften. Nur, wenn das von allen Vereinen umgesetzt und von allen Tennismitgliedern berücksichtigt wird, werden keine neuen Infektionsketten verursacht.

Zweitens: Tennis seinen Mitgliedern in seiner gesamten Vielfalt präsentieren! Als eine Familiensportart für Jung und Alt. Mit innovativen Programmen, mit spannenden Angeboten. Jeder Verein kann seinen Mitgliedern zeigen, dass sie Tennis vollkommen zurecht als »richtige Sportart« ausgewählt haben. Und mit tollen Angeboten kann man denen, die sich vielleicht aus unterschiedlichen Gründen vom Tennissport entfernt haben, Tennis wieder schmackhaft machen. Hier liegt auch eine große Chance für unsere Tennistrainer. Sei es mit Programmen wie Talentino, play+stay oder Kinderbetreuung für die Jüngsten, Tennis im Verein attraktiv zu präsentieren. Oder auch den Senioren und Älteren im Verein moderne Angebote zu machen. Die Aufgabe ist es jetzt, diese Chancen zu nutzen, um für sich selbst, für Tennis und für den Tennisverein Werbung durch Innovation zu machen.

Der internationale Wettkampfsport wird noch lange brauchen, bis er zurück kommt. Im Gegensatz zu nationalen Ligen, wie Fußball, ist die Reisefreiheit eine der Sachen, die wohl als Letzte zurück kommen. Die ALternative: bekannte, eigene Wettkämpfe etablieren, wie das Klubturnier, Forderungsspiele, LK-Turniere. Und mal wiederentdecken, dass eigene und lokale Wettkämpfe auch spannend sind.

Der DTB hat für seine Sportler reagiert. Eine Turnierserie für die besten Profispieler in Deutschland. Eine Jugendserie für die nachkommenden Stars im Juli. Und auch vor Ort könnte mal wieder eine Stadtmeisterschaft stattfinden. Oder Freundschaftsspiele zwischen Vereinen. Und natürlich auch die Medenspiele. Aber alles Corona-konform. Mit der notwendigen Beachtung der gesetzlichen Regeln. Und eigenverantwortlicher Vernunft. Denn wir sollten nie vergessen: die Verantwortung für die Gesundheit hat immer Priorität Nummer Eins! Und zu zeigen, dass Tennis dieser Verantwortung wie kaum eine andere Sportart nachkommen kann, muss jeden Tag neu erarbeitet werden. Lasst uns das gemeinsam machen!

Euer Dirk Hordorff