Regeln lernen — aber ab wann?

Referee
© Hasenkopf

Fra­ge an Chris­toph Damas­ke: Hal­lo Chris­toph! Ich bin Jugend­trai­ner in unse­rem Club und möch­te die Kids früh­zei­tig auf das Regel­werk auf­merk­sam machen und sie in die­sem Bereich schu­len. Das Regel­werk ist ja ziem­lich kom­plex. Wo wür­dest Du per­sön­lich anset­zen? Wel­che Regeln gel­ten als Grund­la­ge? Gibt es da viel­leicht ent­spre­chen­de Vor­la­gen? Ab wel­chem Alter soll­ten die Regeln teil­wei­se und spä­ter voll­stän­dig kom­mu­ni­ziert werden?

Christoph Damaske
© Hasen­kopf

Chris­toph Damas­ke: Dan­ke für Dei­ne Anfra­ge! Aus mei­ner Sicht soll­ten die grund­sätz­li­chen Ten­nis­re­geln der ITF in der Fol­ge der Anwend­bar­keit und des Nut­zens im Kin­der­trai­ning kom­mu­ni­ziert wer­den. Ich den­ke, die rich­ti­ge Zähl­wei­se, der Umgang mit guten und feh­ler­haf­ten Schlä­gen, wie das Berüh­ren des Net­zes oder fixer Gegen­stän­de, Tie­breaks, die Auf­schlag­rei­hen­fol­gen, Fuß­feh­ler und vie­les mehr kön­nen schon im frü­hen Kin­des­al­ter gelernt werden.

Ab Ein­set­zen der Puber­tät soll­ten die Regeln detail­lier­ter behan­delt wer­den. Dazu zählt dann das »Spiel ohne Schieds­rich­ter«, damit die Tur­nie­re gut ver­lau­fen, die Stär­kung des »eige­nen Ichs« statt­fin­den kann und wann ich den Ober­schieds­rich­ter zum Platz rufen kann. Gene­rell den­ke ich, dass ein regel­kun­di­ger Spie­ler auch ein selbst­si­che­rer Spie­ler sein wird.

Dazu viel­leicht eine klei­ne Anek­do­te von der ATP-Tour: der Chef-Super­vi­sor der ATP sen­det monat­lich Regel­fra­gen an sein Pro­fi-Tour­team der Schieds­rich­ter und Super­vi­sor. Andy Mur­ray hat davon erfah­ren und woll­te immer alle Fra­gen beant­wor­ten. Er hat sich ein umfas­sen­des Detail­wis­sen über die Ten­nis- und ATP-Regu­la­ri­en ange­eig­net. Das zeich­net die beson­de­ren Spit­zen­sport­ler aus.

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