Rafa bald »GOAT«? Kein Zweifel…

Von Christoph Kellermann.

Nach dem gestrigen Finale der US Open besteht für mich überhaupt kein Zweifel: ein Mensch, der so hart für seine Ziele arbeitet, keinen, aber auch absolut keinen einzigen Ball aufgibt und so beharrlich an sich glaubt, der MUSS ainfach der beste Spieler aller Zeiten werden, wenn er es nicht schon ist. Rafael Nadal hat sich gestern in New York seine 19. Grand-Slam-Trophäe geschnappt – und wie! In einem wirklich berauschenden Finale setzte sich der Mallorquiner gegen den ebenso bärenstark wie sympathisch auftretenden Russen Daniil Medvedev mit 7:5, 6:3, 5:7, 4:6, 6:4 durch und sicherte sich so seinen vierten US-Open-Titel. Damit ist Rafa nur noch einen Majorsieg vom im ewigen Ranking führenden Schweizer Roger Federer entfernt. Überhaupt keine Frage, dass der knapp fünf Jahre jüngere Spanier hier schon sehr bald nachzieht. Seine erste Chance hat er schon gut einem Viertelfjahr bei den Australian Open in Melbourne. Diesem Ziel wird der Linkshänder alles unterordnen – soviel ist sicher.

Ein Wort noch zu Medvedev: er agierte während des gesamten Turniers, vor allem aber im Finale, als wäre er in der absoluten Weltspitze schon ewig dabei. Das war wirklich beeindruckend. Kaum auszumalen, wenn Rafa sein Aufschlagspiel bei 5:4 im fünften Satz nach einer 5:2-Führung und Doppelbreak noch verloren hätte. Breakball gegen sich hatte er ja schon. Der Russe wird nach seiner alles überragenden Hartplatzsaison bis auf Rang Vier der Weltrangliste klettern und ist damit der Kopf der so genannten »New Generation«. Das war mal Alexander Zverev. Der aber tritt seit geraumer Zeit auf der Stelle.

September 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf