Propriozeptives Training

Verletzung
© Hasenkopf

Fra­ge an Win­fried Ban­zer: Lie­ber Herr Ban­zer. Nach einem drei­fa­chen Bän­der­riss und lan­ger Reha bin ich lei­der nie wie­der so rich­tig in die Spur gekom­men. Noch immer spie­le ich mit gro­ßer Angst, obwohl mir die Ärz­te grü­nes Licht gege­ben haben, wie­der im Wett­kampf­sport aktiv zu wer­den. Was emp­feh­len Sie mir, um die­se Angst zu über­win­den? Soll­te ich mir Ban­da­gen zule­gen? Sowas sieht man ja bei vie­len Pro­fis. Wie lan­ge muss man denn Ihrer Mei­nung nach erfah­rungs­ge­mäß nach solch einer Ver­let­zung pausieren?

Winfried Banzer
© Ban­zer

Win­fried Ban­zer: Lie­be Jolan­da! Dei­ne Angst nach solch einer Ver­let­zung ist völ­lig ver­ständ­lich und kommt häu­fig vor. Das liegt unter ande­rem dar­an, dass jede Ver­let­zung auch im Gehirn eine Ver­än­de­rung nach sich zieht und die­se Ver­än­de­rung auch dazu füh­ren kann, dass man Angst oder Vor­sicht ent­wi­ckelt. Ich emp­feh­le ein spe­zi­el­les so genann­tes »pro­prio­zep­ti­ves Trai­ning«, um wie­der mehr Sicher­heit zu bekom­men. Hier­bei geht es dar­um, die »Tie­fen­wahr­neh­mung« mit­hil­fe von Balan­ce- und Kon­zen­tra­ti­ons­übun­gen zu ver­bes­sern und moto­risch opti­mal auf äuße­re Rei­ze reagie­ren zu kön­nen. Eine gute Phy­sio­the­ra­pie kann Dir ein sol­ches Trai­ning anbie­ten. Viel Erfolg und Spaß beim Tennis!

  » Win­frieds bis­he­ri­ge Beiträge…