Roger Federer
© Jürgen Hasenkopf

Userfrage: „Hallo Herr Linden! Ich habe extreme Schwierigkeiten bei der Feldabdeckung, werde immer wieder auf dem falschen Fuß erwischt. Das regt mich echt auf, dass ich nicht weiß wie ich das hinbekomme, dass ich beide Seiten gleichermaßen gut abdecken kann. Gibt es Faustregeln oder gar Trainingsformen, die mich dieses problem lösen lassen? Ich möchte meinem Matchpartner die permante Genugtuung künftig nehmen. Ob Sie es glauben oder nicht: immer, wenn er mich auf dem falschen Fuß erwischt, haut er einen lauten Lacher raus. Er ist echt ein netter Kerl, aber DAS muss ein Ende haben. Freue mich schon jetzt auf Ihre Antwort!“

Hallo Sigmar!

Ein sehr wichtiges Thema! Es gibt da eine Faustregel: Wenn Dein Gegenüber den Ball trifft, solltest du auf der richtigen Position in der »Lauerstellung« stehen. Die richtige Position ist das Abdecken des Feldes auf der Winkelhalbierenden des zu erwartenden Schlages. +++ 1. Spielst Du in die Mitte, wartest Du in der Mitte +++ 2. Spielst Du »down the line«, dann verschiebst Du Dich stets über die Mitte hinaus und wartest ca. einen Meter neben der Grundlinien-Markierung. +++ 3. Spielst Du »crosscourt«, dann bleibst Du auf der Seite ca. einen Meter neben der Markierung stehen und verschiebst Dich nicht über die Mitte hinaus.

Dein Ziel sollte es immer sein, die richtige Position zu erreichen, wenn Dein Gegner den Ball trifft. Es macht also keinen Sinn, beispielsweise eine schnelle Vorhand die Linie entlang zu spielen, wenn Du weit hinter der Grundlinie stehst. Der schnelle Ball kommt schneller zurück, als Du Deine Position erreichst. In diesem Fall, wenn Du weit hinter der Grundlinie stehst, hast Du keinen Erfolg auf einen Longline-Winner. So ist es besser, etwas höher und mit Drall zu schlagen, um deine »richtige« Position zu erreichen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Jörg Linden

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Tennis-Enthusiast Jörg Linden ist ein Kind des Ruhrpotts. Einst wurde er für seine überragende Vereinsarbeit zum »DTB-Trainer des Jahres« gekürt, heute leitet er das »Tennis-College« auf Fuertventura. Für »Tennisredaktion.de« steht er seit einer gefühlten Ewigkeit als Experte für die Bereiche »Trainingslehre« und »Tennistechnik« zur Verfügung. Jörg liebt es, seine große Erfahrung sowohl an die jungen, als auch an die erfahrenen Leser der »Tennisredaktion« weiterzugeben. Darüber hinaus begeistert er die Leserschaft mit spannenden Blogs.

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