Perfektion
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Der perfekte Spieler ist derjenige, der gelernt hat, mit seiner Imperfektion zu leben! Leider ist der Perfektionismus, vor allem in unserer westlichen Hemisphäre, eine sehr weit verbreitete »Krankheit«. Ich nenne den Perfektionismus ganz bewusst eine »Krankheit«, da die sich selbst als Perfektionisten bezeichnenden Menschen anscheinend nicht begriffen haben, dass es nichts Perfektes gibt! Die Welt ist nicht perfekt! Auch unsere deutschen Autos sind nicht perfekt, Serena Williams spielt nicht perfekt, Novak Djokovic spielt nicht perfekt! Das ist auch gar nicht nötig!

Eine Tennispartie lässt eine Unzahl an Fehlern zu und man ist trotz einer teilweise irren Menge an Fehlern in der Lage, diese Partie für sich zu buchen! Dabei ist es rein formell völlig »wurscht«, ob nun »dumme« oder »nicht ganz so dumme« Fehler passiert sind. Rein statistisch ist belegt, dass es in der Regel reicht, 65 Prozent der gespielten Punkte zu gewinnen, um ein Match für sich zu entscheiden. Im Extremfall, das wissen wir, kann ein Spieler sogar als Sieger vom Platz gehen, obwohl er weniger Ballwechsel als sein Gegenüber gewonnen hat! Das wird einem Perfektionisten leider niemals gelingen! Also, liebe Eltern: bringt Euren Kindern und Euch selbst bei, möglichst gut zu sein! Denn sind wir mal ganz ehrlich: liefern wir bei unserer Arbeit täglich eine perfekte Leistung ab?

Stephan Medem
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