BREAKCHANCE
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Es ist »Corona-Zeit«. Seit vielen Wochen stehen die Rollstühle auf der großzügigen Tennisanlage unseres Heimatvereins TuS Ickern still. Unseren Rollifahrern und mir als Initiator und Trainer des sozial-integrativen Projekts »BREAKCHANCE« fehlt etwas. Jede Begegnung mit meinen Rollifreunden auf dem Court ist für mich etwas ganz Besonderes. Das Highlight der Woche. Warum das so ist, das will ich Euch gern im Folgenden erklären. Vielleicht gelingt es mir, meine Begeisterung für den Behindertensport zu transportieren und Euch zu sensibilisieren.

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»Rollstuhltennis ist Faszination« und nur für denjenigen wirklich zu greifen, der es selbst einmal ausprobiert oder sich als Trainer bereits in der Praxis mit der Thematik beschäftigt hat. Wer glaubt, nach womöglich jahrzehntelangem Unterricht mit »Fußgängern« bereits alles als Trainer erlebt zu haben, der täuscht sich gewaltig. Mir persönlich hat die Arbeit mit den »Rollis« nach so vielen Jahren als Vereinstrainer eine völlig neue Welt eröffnet. Seit 2005 begleite ich den Rollitennissport hierzulande nun schon, anfangs in meiner Profession als Sportjournalist, dann schon sehr bald auch als Trainer, einige Jahre gar als Bundestrainer. Ich durfte die »Faszination Rollstuhltennis« also bereits aus allen erdenklichen Perspektiven betrachten. »Rollstuhltennis ist Leidenschaft.« Was mir widerfährt, ist eine ungeheure Dankbarkeit seitens der Rollis, die durch das kontinuierliche Training nicht nur jede Menge Lebensfreude gewinnen, sondern mit jeder Stunde gemeinsamer Arbeit auch ein Stückweit mehr in das soziale Leben integriert werden. Dass ich hierbei mithelfen darf, macht mich stolz. Darüber hinaus macht es mich demütig. Gern spiele ich dann auch selbst im Stuhl. Das ist jedes Mal aufs Neue eine wunderbare Erfahrung. Ich bin dem Schicksal aber auch sehr dankbar, dass ich nach meinen zahlreichen Selbstversuchen wieder aufstehen darf.

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Demut, Dankbarkeit, Begeisterung und Leidenschaft – vier Attribute, die vielen Tennistrainern bei ihrer alltäglichen Arbeit an der Basis und vielen Menschen überhaupt mittlerweile meist fehlen. Oft ist dies darin begründet, dass sich die Arbeit auf dem Court in einer gewissen Monotonie erschöpft. Alleine diese Erkenntnis ist schon Grund genug, sich dem Rollstuhltennissport zu öffnen. Mut und Bereitschaft, sich als Mensch und Tennislehrer neu definieren zu wollen, sind hierzu allerdings zwingend erforderlich. Erst dann ist es möglich, bis an die Grenzen des Machbaren und darüber hinaus gehen.

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Vielen Dank für Dein Interesse an der »BREAKCHANCE«-Initiative!

2007 wurde dieses sozial-integrative Rollstuhltennis-Projekt durch Familie Kellermann offiziell ins Leben gerufen. »BREAKCHANCE« möchte Menschen, mit denen es das Schicksal nicht wirklich gut gemeint hat, Chancen ermöglichen, über den Sport besser in die Gesellschaft integriert zu werden. Darüber möchte die Initiative die Gesellschaft sensibilisieren und helfen, Gedankenbarrieren zu durchbrechen. Das Motto lautet: »WHEEL MAKE IT!«

Titelsponsor: Robert KRAMER Garten- & Landschaftsbau GmbH
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