Mr. PeRFect

Von Christoph Kellermann.


Über Roger Federer wurde schon viel geschrieben und eigentlich auch schon alles gesagt. Dieser Ausnahmekönner aus der Schweiz ist und bleibt ein Phänomen. Im Jungseniorenalter im Januar bei den Australian Open mal eben den 20. Grand-Slam-Titel eingefahren, die Sandplatzsaison vernünftigerweise sausen lassen, nach zweieinhalbmonatiger Abstinenz auf der Tour in Stuttgart vorbeigeschaut und mit einem Zweisatzerfolg über den Kanadier Milos Raonic den 98. Siegerpokal eingesteckt und nun befindet sich der »Maestro« auf dem Weg nach Halle. Der zehnte Triumph bei den GERRY WEBER OPEN und damit der 99. Karrieretitel insgesamt ist hierbei sicher fest eingeplant.

Roger Federer wäre nicht Roger Federer, wenn er nicht auch das Timing exakt bestimmt hätte, denn würde er in Ostwestfalen triumphieren, könnte er auf dem heiligen Rasen in Wimbledon seinen 100. Karrieretitel einheimsen. Und welcher Ort wäre für diesen magischen Triumph besser geeignet, als Wimbledon?! Irgendwie hat man das Gefühl, dass im Leben des Roger Federer alles, aber auch wirklich durchgetaktet nach Plan läuft. Privat und sportlich. In Halle und auch in Wimbledon ist er jedefalls der klarer Favorit. Wer in den Wettbüros in den kommenden knapp vier Wochen auf die Titel 99 und 100 des sympathischen Eidgenossen setzt, macht garantiert nicht viel falsch.


Autor: Christoph Kellermann
Photocredit: MercedesCup

Juni 2018 · © tennisredaktion.de