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Liebe Tennisfreunde!

Mitmachen und mitgestalten ist viel schwieriger, als sich zurückzulehnen und zu kritisieren. Nicht alles von dem, was ich in den letzten Tagen über das deutsche Tennis, den DTB und seine Landesverbände hier auf »Tennisredaktion.de« geschrieben habe, findet die Zustimmung aller Beteiligten. Und es erhebt auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Ehrenamt
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Erstmal möchte ich mich in meinem letzten Beitrag der Serie »Quo vadis, DTB?« beim Betreiber und Chef des Portals »Tennisredaktion.de« Christoph Kellermann für seine Bereitschaft für diese Beitragsserie bedanken. Christoph engagiert sich seit vielen, vielen Jahren für den nationalen Tennissport. Vor allem im Bereich der Inklusion war und ist er immer Vorreiter wenn es darum geht, Hürden abzubauen. Für die Rollstuhlfahrer war Christoph übrigens auch als Bundestrainer schon engagiert. Und die allseits ebenso bekannte wie erfolgreiche Rollstuhltennis-Initiative »BREAKCHANCE« avanciert für ihn zu einer Art Lebenswerk. Dieses Mitmachen und Mitgestalten ist das, was wir für das Tennis in Deutschland jetzt brauchen.

Ich möchte es nicht versäumen, alle zu erwähnen, die, sei es im Klub, im Verband oder im DTB – mit oder ohne Amt – dabei helfen, dass Tennis in Deutschland überhaupt im Verein so kostengünstig gespielt werden kann. Und auch bei denjenigen, die LK-, Ranglisten- oder Freizeitturniere veranstalten. Ohne den Einsatz all dieser ehrenamtlichen Helfer wäre Tennis in Deutschland überhaupt nicht möglich.

Motto DTB
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Und von Euch wünsche ich mir, dass Ihr mitmacht. Insbesondere von den Jüngeren, dass Ihr Euch engagiert und dabei helft, dass wir im DTB moderner, schneller und besser werden. Und Tennis so gestaltet, dass sich die 14-Jährigen nicht vom Tennis abwenden, weil Tennis nicht »das richtige Angebot« für sie bietet. Und Wege findet, dass der Student oder der Berufseinsteiger nicht mit dem Tennis aufhört, weil er meint, dass Tennis ihm keine Angebote bietet, die sich mit Beruf, Studium und/oder Familie vereinbaren lassen.

Es reicht nicht, im Internet Kommentare zu schreiben. Oder an der Theke den Vereinsvorstand zu kritisieren. Wichtiger ist es, Lösungen zu erarbeiten. Und diese mitzugestalten. Ich würde mich freuen, wenn wir viele junge Menschen begeistern könnten, sich hier einzubringen und wenn – wie bereits mehrfach erwähnt – auch immer mehr Frauen bereit wären, ihren Input in verantwortlichen Positionen und Ämtern einzubringen.

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Tennis braucht Reformen und in gewisser Form einen Umbruch, um den gesellschaftlichen Veränderungen gerecht zu werden und die den veränderten Lebensgewohnheiten und den neu formulierten Wünschen des Einzelnen entsprechen können. Tennis muss sich allen Themen stellen, die heute und in der Zukunft wichtig sind. Thematiken wie Umwelt, Nachhaltigkeit und Integration von Menschen, die in unserem Land leben. Tennis leistet als Sport Wichtiges auch für die Gesundheit. Tennisspieler leben länger! Einer Studie zufolge sogar über zehn Jahre länger, als jemand, der keinen Sport treibt. Und dafür lohnt es sich doch mitzumachen und mitzugestalten!

Euer Dirk Hordorff

» Alle Beiträge dieser Serie im Überblick…

Tastatur
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Anmerkung der Redaktion: Gerne würden wir EURE Meinungen und Ideen einsammeln, wie wir den Tennissport hierzulande wieder nachhaltig beleben können. Schreibt uns bitte über das folgende Kontaktformular. Die eine oder andere Idee würde wir gern aufnehmen, diskutieren und veröffentlichen. Gleiches gilt für Eure Meinungen zu diesem wichtigen Thema…

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