Tennis
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Userfrage: „Hallo Stephan! Im Netz kursieren ja derzeit Tausende von Home-Übungsbeispielen hinsichtlich der körperlichen Fitness. Wie aber kann ich in diesen Wochen, wo keine Bälle fliegen, daheim meine geistige Fitness (Konzentration, Atmung, Fokus, etc.) trainieren? Meine Frage gilt natürlich ausschließlich dem Tennissport! Alles Gute!“

Hallo Selia!

Jap, da hast Du recht. Für Fitness gibt’s einen Haufen Stoff online! Um das alles abzuarbeiten müsste diese Krise wirklich verdammt lange dauern und dass wollen wir an dieser Stelle sicherlich nicht herauf beschwören. Ich möchte Dir den Tipp geben, einen früheren Blog von mir noch einmal aufzugreifen. Der Titel: »Die ABC Methode«. Atmung: Beine, Cinema. Sicherlich hast Du als Mädel irgendwo einen großen Spiegel, vor welchem Du normalerweise checkst, ob Dein Outfit passt, bevor Du unter die Leute gehst. Nachdem uns das momentan ja leider untersagt ist, kannst Du den Spiegel ja mal für Tennisübungen »missbrauchen«.

Mache Vorhand, Rückhand, Volley und Serve-Bewegungen und beobachte Dich selbst aufmerksam dabei. Atme während des imaginären Balltreffpunktes immer möglichst explosiv aus. Bewege dabei Deine Beine zwischen den einzelnen »shadow-swings« möglichst optimal. Mache dazwischen immer wieder einmal ’ne Pause. In diesen Pausen machst Du richtig schöne, tiefe Atemzüge. Achte darauf, dass Du schön tief in Bauch hinein atmest. Dann beginne erneut mit Deinen Schlagübungen und wiederhole das so lange Du Bock hast.

Was ist der Vorteil? Du visualisierst auch gleichzeitig Deine Schläge und damit hast den Punkt »Cinema« auch gleich in der Tüte. Falls Du zum Beispiel Konzentration üben willst, so nimm doch einfach mal einen Tennisball, ein Streichholz oder sonst etwas Banales, leg es vor dir auf den Tisch und beobachte oder beschreibe es, ohne Dich dabei ablenken zu lassen. Dabei kannst Du gerne mal versuchen, einen Timer auf z.B. eine Minute zu stellen und zu kontrollieren ob Du es schaffst, Dich diese Zeit ohne Ablenkung auf dieses Objekt zu konzentrieren. Vermutlich sind ein paar Versuche nötig, denn unser Verstand hat die Tendenz, immer wieder abzudriften. Viel Spaß und bleib gesund

Stephan Medem

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Stephan Medem war einst ATP-Weltranglistenspieler und langjähriger Coach auf der WTA-Tour, unter anderem von Barbara Rittner und Karina Habsudova. Viele Jahre spielte er sehr erfolgreich in der deutschen Tennis-Bundesliga, heute ist er nicht minder erfolgreich als Trainer, Speaker und Bestseller-Autor unterwegs. Zu seinen aktiven Zeiten war »Steph« übrigens Sparringspartner von nahezu allen Tennisgrößen, bis hin in die Top-Ten. Als Experte der allerersten Stunde steht »Steph« den Usern auf »Tennisredaktion.de« als Fachmann für »Mentales« zur Verfügung und ist darüber hinaus ein perfekter Ratgeber in Elternfragen.

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