»Coaching-Trilogie« III

Zum Thema »Coaching« kommt heute mein dritter und letzter Beitrag. Charakter sowie pädagogische Fähigkeiten haben wir ja bereits abgedealt, da bleiben uns eigentlich nur noch die Top-Ten für die Arbeit »on-court«, bzw. zu den tennisspezifischen Fähigkeiten. Bitte, lieber User, diese »Trainer- Trilogie« ist zunächst einmal für lernbereite, reflektierende Kollegen gedacht (jawohl, solche Tennis-Trainer gibt es! Man muss nur gut suchen…) und zweitens für Eltern von Kids, die im Tennis wirklich etwas erreichen wollen. Für Kids, welche mit einer überdurchschnittlich hohen Leistungsbereitschaft und Motivation zur Sache gehen. Soll Euer Kind einfach ein bis zwei Mal die Woche ein bisschen »Freestyle-Tennis« zocken – unter dem Motto »besser auf ‘nem Tennisplatz, als vorm Computer«, dann könnt Ihr diese Leitlinien in der Pfeife rauchen!

Stephan Medem
© Heusinger

1. 08/15-Schablonen-Tennis oder Tennistraining als Maßanfertigung gemäß der individuellen Voraussetzungen des Kindes?! +++ 2. Toleranter Umgang mit Schlägergriff-Haltungen, vor allem bei der Vorhand?! +++ 3. Old-School geschlossene Beinstellungen oder offene, athletische, moderne Stellung zum Ball?! +++ 4. Sture, stupide Grundlinien-Schulung oder variables Spiel, angepasst an die verschieden taktischen Zonen des Spielfeldes?! +++ 5. Wettkampf-Formen, die über reine Technik hinaus auch Strategie und mentale Fähigkeiten fördern und stärken?! +++ 6. Konstruktiver Umgang mit Hilfsmitteln zur spezifischen Laufschulung?! +++ 7. Hinzunahme von Video-Analysen bei technischen Veränderungen, Vergleiche mit Top-Spielern?! +++ 8. Abwechslung im Trainingsaufbau und -ablauf?! +++ 9. Großer Trainingsanteil für Eröffnungsschläge, Aufschlag sowie Return?! +++ 10. Lange, gleichmäßige Belastungen bei Übungen oder hohe, knackige Intensität?!

So, liebe User der »Tennisredaktion«! Ich hoffe, Ihr schafft es, Euren Trainern mit diesen einfachen Tools ein bisschen genauer auf die Finger zu schauen. In der Regel strengen die sich nämlich etwas mehr an, wenn sie merken, dass da jemand neben dem Platz steht, der nicht nur einfach zuschaut sondern sich auch seine Gedanken macht und ab und an auch einmal ‘ne »dumme« Frage stellt… Rock’n Roll, Euer Steph

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