Motivation

Stephan Medem
© AINFACH.com

Moti­va­ti­on = Motor. Die Moti­va­ti­on ist es, die uns nach vor­ne treibt! Nur: wo ist vor­ne? Es ist wich­tig, erst ein­mal sei­ne eige­nen Zie­le zu defi­nie­ren. Über pri­mä­re Zie­le wie Atmen, Essen, Schla­fen, Fort­pflan­zen, usw. ver­schwen­den wir in der Regel kei­ne all­zu gro­ße Ener­gie mehr. Obwohl das beim Fort­pflan­zen bei eini­gen Men­schen teil­wei­se nicht so rich­tig zutref­fen mag. Wir haben also sehr viel Poten­zi­al zur Ver­fü­gung, uns um die Sachen zur küm­mern, die uns Spaß machen. Und wir Ten­nis­spie­ler haben in der Regel ver­dammt viel mehr Spaß am Sie­gen, als am Ver­lie­ren. Um mehr zu sie­gen, müs­sen wir unser Spiel logi­scher­wei­se ver­bes­sern. Und das geht nun mal nur durch har­te, dis­zi­pli­nier­te, aus­dau­ern­de Arbeit. Ob beim Erler­nen effek­ti­ve­rer Schlä­ge, dem Ein­stu­die­ren neu­er Stra­te­gien, schnel­le­re Reak­ti­on oder mehr Aus­dau­er im End­kampf, men­ta­le Stär­ke in den Big-Point-Situa­tio­nen — alles braucht Zeit und Ener­gie. Hier müs­sen wir lang­fris­tig moti­viert arbei­ten. Da hilft uns sicher­lich auch ein­mal ein Kum­pel, die Eltern oder der Trainer/Coach durch ein »Moti­va­ti­ons­loch« hin­durch. Sol­che extris­ti­sche Hil­fe­stel­lung ist hilf­reich, darf jedoch nie der »Haupt­mo­tor« sein.

Intris­ti­sche Motivation

Auf Dau­er kön­nen wir unse­re Zie­le nicht errei­chen, wenn wir nicht über genü­gend »Eigen­an­trieb« — also intris­ti­sche Moti­va­ti­on ver­fü­gen. Und hier wird der Unter­schied zwi­schen »gut« und »nicht so gut« sehr deut­lich. Gebe ich klein bei, wenn mir beim Kon­ditrai­ning die Bei­ne mal rich­tig böse bren­nen oder mache ich wei­ter? Lege ich beim Spiel­stand von 3:4 im drit­ten Satz noch­mal eine Extra­por­ti­on »Biss« ins Spiel oder lass ich die Din­ge schlei­fen? Erfolg ohne Moti­va­ti­on ist nicht möglich.

Set­ze Dir Ziele!

Was kön­nen wir tun, um moti­viert zu sein? Wie am Anfang erwähnt: »Zie­le set­zen!« und die­se mit Aus­dau­er ver­fol­gen, denn das Errei­chen von Zie­len gehört nun ein­mal zum Schöns­ten, was es für uns Men­schen gibt. Und je höher die Zie­le sind, die wir errei­chen, des­to grö­ßer natür­lich auch das Glücks­ge­fühl. Wich­tig hier­bei: sich mit Men­schen umge­ben, die ähn­lich ziel­ori­en­tiert und moti­viert sind. »Null Bock« ist eine weit ver­brei­te­te und sehr anste­cken­de Krank­heit — von Ver­lie­rern! Alles, was mit dem Errei­chen Dei­ner Zie­le zu tun hat, posi­tiv ange­hen! Selbst eine Nie­der­la­ge in einem Match hat, wenn rich­tig ana­ly­siert, eine Leh­re für die Zukunft! Immer mit vol­lem Enga­ge­ment zur Sache gehen. Jede qua­li­ta­ti­ve Trai­nings­ein­heit, jedes inten­si­ve Match bringt Dich Dei­nem Ziel Stück für Stück näher. Visua­li­sie­re! Wie fühlt es sich an, wenn Du Dein Ziel erreicht hast?! Zwei­fel ver­drän­gen und durch posi­ti­ve Bil­der erset­zen. Beden­ke: »Zwei­fel hin­ter­las­sen mehr uner­reich­te Zie­le und geplatz­te Träu­me, als Fehler!«

  » Ste­phans bis­he­ri­ge Beiträge…