Matchvorbereitung

Von Stephan Medem.

Ein User schrieb mir: „Guten Tag, liebes Tennisredaktionsteam! Mich interessiert Eure Expertise in Sachen psychische und physische Vorbereitung auf ein wichtiges Match. Und zwar der viel zitierte »Tunnel«, also die unmittelbare Phase vor Beginn einer Partie, sprich: der Zeitraum, wo die Turnierleitung einem sagt: nächster oder übernächster Platz, der frei wird… Das Ganze aber heruntergebrochen auf LK-Turnier-Ebene. Ich selbst habe LK 6 mit steigender Tendenz und bereise meine Turniere ohne Betreuer. Vielen Dank schon jetzt!“

Hallo Ria! Wichtig ist dabei, dass du versuchst, genauso wie es die professionellen Spieler machen, ein möglichst durchstrukturiertes und und gleichbleibendes Ritual zu etablieren. Am besten noch einmal ein bisschen auf Distanz gehen, also raus aus der Tennishalle, bzw. weg vom Trubel auf den Tennisplätzen und ein solides Warm-up machen. Sicherlich weißt Du selbst am besten, was Dich persönlich hierbei weiterbringt. Es ist auch sehr hilfreich, ein paar tiefe, wohltuende Atemzüge zu machen und dabei Dein ganzes Schlagrepertoire nochmals – quasi auf Deiner »inneren Kinoleinwand« – in seiner optimalen Form zu visualisieren, passieren zu lassen. Du solltest bei diesem Ritual zum Ziel haben, Deinen Körper aufzuwärmen und Deine Muskulatur in einen optimalen Spannungszustand zu bringen sowie eine gesunde Mischung aus Gelassenheit und Vorfreude auf das Match in Deinem Kopf aufzubauen. Viel Erfolg!

November 2019 · Photocredit: Hasenkopf/Tennisredaktion