Lieber Nick

Lieber Nick.

Du bist wirklich der respektloseste, unsympathischste und mit Abstand auch dämlichste Tennisprofi auf der Tour. Mit welchem Recht legst Du auf und abseits der Tennisplätze dieser Welt eine solche Arroganz an den Tag? Was gibt Dir das Recht, die wunderbaren Facetten unseres Tennissports Woche für Woche mit Füßen zu treten? Jüngstes Beispiel ist wohl Dein in negativer Hinsicht kaum zu toppender Lustlosauftritt gestern am Stuttgarter Weißenhof. Dein Gegenüber Matteo Berrettini war bereit, die Rasensaison ganz im Sinne der zahlenden und im Stuttgarter Mistwetter ausharrenden Zuschauer und der leidenschaftlichen Turnierorganisation mit einem tollen Fight zu eröffnen, da nimmst Du diese Partie nicht mal im Ansatz an. Schon beim Warmspielen hättest Du Deinen am Netz stehenden Kollegen mit einem Leck-mich-am-Arsch-Lustschlag beinahe abgeschossen. Wehe, Matteo, wenn dieser mit 800 km/h abgefeuerte Ball Zentimenter weiter rechts geflogen wäre. Das Handtuch transportierst Du grinsend mit den Zähnen. Soll wohl cool wirken, tut es aber nicht. Die Ballmädchen lachst du aus, weil sie Dir Dein Handtuch nicht pünktlich alle drei Sekunden entgegenbringen. Länger dauern Deine Hau-Drauf-Ballwechsel schließlich nicht. Tennis zum Abgewöhnen. Da helfen Dir auch Deine lächerlichen Underarm-Serves nicht weiter, schon gar nicht Deine widerlichen Grimassen. Bescheiden wie Du bist, nennst Du Dich im sozialen Netzwerk »K1ngkyrg1os«. In Wirklichkeit bist Du der »Hanswurst des Tennissports«. Eine alberne, respektlose Pfeife, die lebenslang gesperrt gehört und jeden einzelnen Cent Preis- oder gar Antrittsgeld zurückzahlen sollte.

Liebe Grüße, Christoph


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf