Margaret Court
© Jürgen Hasenkopf

24 Grand-Slam-Einzetitel hast Du in Deiner Tennislaufbahn zwischen 1960 und 1973 gewinnen können. Das ist beeindruckend und bis heute unerreicht. Allerdings spürst Du seit geraumer Zeit das Hecheln einer Serena Williams in Deinem Nacken. Die US-Amerikanerin steht bei 23 Grand-Slam-Titeln im Einzel und zählt auch in der kommenden Saison 2020 wieder zu den absoluten Topfavoritinnen auf die eine oder andere Majortrophäe. Nicht nur wenn es nach mir ginge, möge Serena – nach Deinen jüngsten, erneut furchtbaren verbalen Fehltritten – gern mit Dir gleich- oder auch schon bald an Dir vorbeiziehen.

Deine hetzerischen, homophoben Entgleisungen hast Du diesmal sogar als Pastorin von der Kanzel gespeit. Medien, Politiker und Erzieher hast Du hierbei gleichermaßen verteufelt. Was folgte, war eine regelrechte Tirade gegen Homosexualität und Transgender.

Margaret Court
© Jürgen Hasenkopf

Craig Tiley, Turnierdirektor der Australian Open, ist nun gefordert. Auf dem beeindruckenden Areal des »Happy Slam« in Melbourne darf es nun endgültig keine »Margaret-Court-Arena« mehr geben. Diese Entscheidung hatte die Welt schon vor zwei Jahren erwartet, als Du von einem »Tennissport voll von Lesben« sprachst. Ex-Kollegin Martina Navratilova bezeichnet Dich als »homophobe Rassistin«, Tennislegende John McEnroe fühlt sich bei Deinem Gedankengut ins finstere Mittelalter zurückversetzt.

Margaret, es ist ganz offensichtlich: Du bist ein furchtbarer Mensch, mit einem ebenso furchtbaren Weltbild. Ich hoffe, dass man Dich für Deine Ansichten rund um den Globus mit gnadenloser Missachtung straft. Und den Status der »erfolgreichsten Grand-Slam-Spielerin aller Zeiten« solltest Du bitte baldmöglichst verlieren. Die Hoffnungen ruhen auf Serena Williams, ihres zeichen heterosexuell, verheiratet, Mutter einer Tochter. Da wirst Du doch sicher nichts dagegen haben, oder?! Ist ja praktisch eine Bilderbuchfamilie ganz nach Deinem Geschmack. Es sei denn, Gott hat für beide Ehepartner eine identische Hautfarbe vorgesehen?! Nun, vielleicht Stoff für Deinen nächsten Gottesdienst…

Christoph