Kohli überragend

Das ist mal eine faustdicke Überraschung! Im Qualifikationsmatch für die Davis-Cup-Endrunde Ende des Jahres in Spanien sorgte Deutschlands Nummer Zwei, Philipp Kohlschreiber, im ersten Einzel für die kaum für möglich gehaltene Sensation! Der Augsburger zeigte einmal mehr sein großes Kämpferherz und siegte gegen den – ja, man kann sagen »durchaus favorisierten« – Ungarn Zsombor Piros mit 6:7, 7:5, 6:4 und besorgte dem deutschen Davis-Cup-Team die so wichtige 1:0-Führung, denn auch Alexander Zverev muss in seinem Einzel gegen Peter Nagy ebenfalls sein bestes Tennis zeigen, will er siegreich bleiben und dem anschließenden Doppel unnötigen Druck nehmen.

So kennt man ihn: kämpferisch stark, furchtlos und vor allem: jederzeit in der Lage, den Funken auf das Heimpublikum überspringen zu lassen: Philipp Kohlschreiber (Foto: Hasenkopf)

Best-of-Three kommt Kohli entgegen

Zum Glück für Philipp Kohlschreiber, der sich in der Vergangenheit ja schon des öfteren völlig zu Recht über den unfairen Best-Of-Five-Modus mokierte, ging es erstmals in der Geschichte des Davis Cup nicht über drei Gewinnsätze, so dass der Deutsche den so wichtigen Auftaktsieg bereits nach zwei Stunden und 39 Minuten einfahren konnte. Piros, seines Zeichens im weltweiten Ranking mit einem Career-High von 338 ausgestattet, konnte seiner Favoritenrolle am Ende aber nicht ganz gerecht werden, sehr zur Freude wiederum Zuschauer in der ausverkauften Frankfurter Fraport-Arena. Nun liegt es an Alexander Zverev (ATP 3), gegen den Ungarn Peter Nagy nachzulegen. Auch diese Aufgabe dürfte nicht einfach werden, schließlich ist Nagy im weltweiten Ranking gar nicht geführt. Und die Ziffern 3 und 0 liegen ja nicht wirklich weit auseinander. Ein frühes Break wäre wichtig. [Satire aus]

Autor: Christoph Kellermann
Photocredit:
Jürgen Hasenkopf

Februar 2019 · © Tennisredaktion.de