Johannes Mühlemann

Da ist gestern in New York etwas passiert, was doch eigentlich gar nicht passieren konnte: Roger Federer hat verloren – und zwar vorzeitig. Was ich in einem meiner Blogs vor kurzem prognostizierte, ist gestern wieder einmal Wahrheit geworden. Federer ist ein großer Name, hat jedoch den Nimbus der Unbesiegbarkeit längst verloren. Irgendwann wird er sich sagen: „Hätte ich doch nach meinem letzten Slam aufgehört!” Diesmal war es also der Australier Johannes Mühlenmann, alias John Millmann, der den »Maestro« aus dem Turnier kegeln durfte. Bei seiner 6:3, 5:7, 6:7, 6:7-Niederlage präsentierte sich der Schweizer in einem für seine Verhältnisse desolaten Zustand.

Allerdings geht Federer durch diese vorzeitige Niederlage einem Duell mit Novak Djokovic aus dem Weg. Ich bin mir sicher, dass der Serbe seinen jüngst eingeschlagenen Erfolgsweg weitergehen und Millman in dessen Schranken weisen wird. Millman mal ausgenommen, hat das Viertelfinale der diesjährigen US Open nur große Namen zu bieten: Rafael Nadal trifft auf Dominic Thiem, Juan Martin Del Potro spielt gegen John Isner, Marin Cilic sieht sich Kei Nishikori gegenüber und Novak Djokovic darf gegen John Millman ran. Wird ihm Recht sein.

 

Autor: Christoph Kellermann
Photocredit:
Jürgen Hasenkopf

September 2018 · © tennisredaktion.de