Traumfinale in München

Was konnte es am Ende für den fleißigen Turnierboss Patrik Kühnen und dessen Mitstreiter in der Turnierorganisation der »BMW Open« Schöneres geben, als ein rein deutsches Finale zwischen Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber – und das bei herrlichstem Tenniswetter und vor vollen Rängen?! Die Antwort: Nichts!

Die aktuelle deutsche Nummer Eins setzte sich gegen die ehemalige nationale Nummer Eins am Ende glatt mit 6:3, 6:3 durch und verteidigte somit seinen im vergangenen Jahr gewonnenen Titel erfolgreich. Im gesamten Turnier musste die Nummer Drei der Welt nur gegen Yannick Hanfmann einem Satzrückstand hinterherlaufen. Ansonsten eine bärenstarke Vorstellung von »Sascha«, der demzufolge bereits heute mit breiter Brust den French Open, dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres, entgegenblicken kann.

Auch für den unterlegenen Augsburger Philipp Kohlschreiber war die Turnierwoche in München nach vier starken Siegen in jedem Falle lohnenswert. Ivo Karlovic, Mischa Zverev, Roberto Bautista-Agut und Maximilian Marterer räumt man je nicht mal eben »mit Links« aus dem Weg. Zum Schluss ein Wort zu Marterer: der Nürnberger spielte sich beim MTTC Iphitos in sein erstes Semifinale auf der Tour, ließ Dustin Brown, Diego Schwartzman und Marton Fucsovics hinter sich und unterstrich einmal mehr seine großartigen Ambitionen. Von Maximilian Marterer werden wir noch eine Menge hören…

 

Autor: Christoph Kellermann
Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Mai 2018 · © tennisredaktion.de