Idol Role Model
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„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!“ ist für den Einen oder Anderen ein altes, »ausgenudeltes«, aber trotzdem immer noch mit verdammt hohem Wahrheitsgehalt verbundenes Sprichwort. In meiner Tätigkeit als Mental-Coach werde ich sehr oft mit genau dieser Thematik konfrontiert. Wenn ein Sportler reibungslos und erfolgreich funktioniert, werde ich ja nicht konsultiert. Warum auch? Man braucht mich schließlich nur, wenn irgendetwas quer liegt, was den Sportler daran hindert, seine Top-Leistung im Wettkampf abzurufen!

Sehr oft sind es Basisfähigkeiten, die da fehlen! Fehlende Risikobereitschaft, zu wenig »Killerinstinkt«, mangelnde Durchsetzungskraft, Versagensängste, fehlende Frustrationstoleranz und vieles mehr. Sicherlich bekomme ich die meisten dieser Macken in den griff – vorausgesetzt, mein Athlet arbeitet aktiv mit. Dafür ist es nie zu spät! Aber viele dieser Baustellen wären gar nicht vorhanden, wären sie nicht im Verlaufe der Zeit anerzogen worden. Meistens leider von den Eltern der Betroffenen.

Es ist nun einmal eine erwiesene Sache: das erste Idol Deines Kindes bist Du! Sicherlich wird es, kaum spielt es seine ersten Kugeln kontrolliert über das Netz, Sharapova, Djokovic, Ivanovic, Federer, Williams oder Nadal nacheifern und richtig »cool« finden. Nur, bis der kleine Fratz soweit ist, da orientiert er sich an Euch. An Euren Worten, an Euren Aktionen, an Eurer Art, Dinge anzupacken, an der Art, wie Ihr denkt und wie Ihr funktioniert.

Als das erste Idol Eures Kindes könnt Ihr eine Menge bewirken. Ihr programmiert mit Eurer Lebensführung, Eurem Vorleben, das erste Betriebssystem bei Euren Kids! Und dieses erste Betriebssystem kann die erfolgreiche Zukunft Eures Kindes AUF oder VERbauen! Hey! Jetzt bitte keine Angst: sollte sich im Verlaufe der nächsten Seiten heraus stellen, dass da in der Vergangenheit der eine oder andere Fehler begangen wurde: das ist nicht tragisch, denn Ihr habt jederzeit die Möglichkeit, Korrekturen vorzunehmen. Interessant dabei ist folgende Beobachtung: nicht nur den Kindern, sondern auch dem Großteil der Eltern geht es nach solchen Korrekturen erheblich besser.

Ich habe schon oft erklärt, was »Talent« ist, und vor allem, wie irrelevant es im Gegensatz zu anderen wirklich gewichtigen Fähigkeiten ist. Kontrolliert von A wie Angst bis Z wie Zielsetzung, was Eurer Meinung nach jetzt schon rund läuft oder vielleicht die eine oder andere Korrektur Eurerseits benötigt. Denn, Du, Dein Kind und Dein Coach sitzen in ein und demselben Boot! Ihr wollt gemeinsam möglichst weit kommen. Daher ist es von absoluter Notwendigkeit, dass Ihr alle in dieselbe Richtung rudert.

Stephan Medem
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