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Liebe Tennisfreunde!

In Sachen »Digitalisierung« hinkt Deutschland im weltweiten Vergleich hinterher. Das wird sich hoffentlich bald ändern. Auch im Tennis gilt es einiges aufzuholen. Und mit der Thematik »Digitalisierung« kann man Vieles bewegen, was heutzutage für Tennis wichtig ist. Fangen wir mal im Verein an. Viele Vereine nutzen schon computergesteuerte Platzbelegungssysteme. Die Corona-Zeit und die damit einhergehenden Hygienebestimmungen haben viele Vereine die alte »Belegungstafel« endgültig gegen moderne Belegungssysteme ausgetauschen lassen. Musste man früher noch persönlich anwesend sein, um sein Namensschild an die Tafel zu heften, gibt es heute die Möglichkeit, dies mit wenigen Klicks per App oder über das Internet zu erledigen. Das kommt dem heutigen Zeitgeist entgegen und macht es einfacher, sich zu organisieren.

Dirk Hordorff
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Aber das war und ist nur ein erster Schritt. Sehr bald werden wir Apps haben, über die ich einen Spielpartner gleicher Spielstärke und gegebenenfalls gleichen Alters finden kann. Halt Jemand, der zu mir passt und mit dem ich gern eine Stunde meiner Freizeit verbringen möchte – zum Beispiel beim Tennisspiel. Jemand, der meine Interessen teilt. Vielleicht gibt es bald auch noch eine Partner-App, über die ich beim Tennis auf Brautsuche gehen kann. Oder ich finde drei Gleichgesinnte, die Doppel spielen wollen. Alles heute möglich. Möglicherweise werden hier Hürden abgebaut. Hindernisse, die einem möglichen Tennisspiel bislang im Wege standen.

Über solche digitalen Systeme könnte ich also schon sehr bald digital meinen Platz buchen, meine Spielpartner finden und auch andere Angebote eruieren, die ich potentiell gerne wahrnehmen möchte: mögliche Turnierteilnahmen, Clubs finden, in denen was los ist, bessere Tennisangebote für mich generieren oder einfach nur den richtigen Tennistrainer für mich finden. Digitalisierung kann also dabei helfen, die richtigen Angebote zu ermitteln und auch wahrzunehmen.

Unsere Clubs müssen die Möglichkeiten der Digitalisierung für sich erkennen. Dann werden Sie merken, dass hier beste Möglichkeiten für die Vereinsbelebung gegeben sind. Und auch die Vereinsvorstände werden an ihrer Arbeit wieder mehr Freude entwickeln, wenn sie merken, dass ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt werden. Das fördert das Ehrenamt – das Herz unseres Vereinslebens – nicht nur im Tennis, sondern in allen Bereichen des Vereinssports.

Digitalisierung wird unser Vereinsleben im Freizeit- wie im Wettkampfsport wesentlich und hilfreich verändern. Das Zeitalter der Digitalisierung dürfen wir im Tennissport auf keinen Fall verschlafen. Verdoppelung der Mitgliederzahl ist ein ehrgeiziges Ziel! Ein hohes Ziel – aber wer sich keine hohen Ziele setzt, ist kein echter Wettkämpfer. Lasst uns diesen Wettkampf gemeinsam aufnehmen! Ich freue mich über Feedback und weitere Ideen!

PS: Das Thema meines nächsten Beitrags heißt »Tennis ist toll!«

Euer Dirk Hordorff

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Anmerkung der Redaktion: Gerne würden wir EURE Meinungen und Ideen einsammeln, wie wir den Tennissport hierzulande wieder nachhaltig beleben können. Schreibt uns bitte über das folgende Kontaktformular. Die eine oder andere Idee würde wir gern aufnehmen, diskutieren und veröffentlichen. Gleiches gilt für Eure Meinungen zu diesem wichtigen Thema…

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