Andrey Rublev
© Jürgen Hasenkopf

Userfrage: „Hallo Jörg! Ich würde gern wissen, wie genau die Profis ihr Handgelenk bei den Grundschlägen einsetzen? In den Zeitlupen sieht man immer eine Art – sagen wir mal: separates Ausholen aus dem Handgelenk – unmittelbar vor dem Zuschlagen. Sehe ich da was falsch?“

Servus!

Das siehst Du ganz richtig! Zu Beginn der Schlagbewegung kommt es bei der Vorhand zur »Dorsalextension«, also Streckung des Handgelenks. Der Griff zeigt auf den Ball, so dass die »Handgelenksmuskeln« gelockert sind, indem sich das Handgelenk auf Grund der Trägheit bei der Vorhand öffnet, bzw. streckt und bei der Rückhand schließt, bzw. beugt (Palmareflexion). Als freie Bewegung spielt die »Dorsalextension« im Handgelenk eine wichtige Rolle bei allen Ausholbewegungen der Hand. Die gesamte Gelenkkette wird dabei in eine vorgedehnte Position gebracht, wodurch die anschließende Wurf- oder Schlagbewegung effizienter gestartet werden kann. Dadurch wird die Unterarmmuskulatur beansprucht und somit eine hohe Endgeschwindigkeit beim Schlag erzeugt, da Du nun für die zuletzt beanspruchte Unterarmmuskulatur noch ausreichend Trägheitswiderstand hast. Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Jörg Linden

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Tennis-Enthusiast Jörg Linden ist ein Kind des Ruhrpotts. Einst wurde er für seine überragende Vereinsarbeit zum »DTB-Trainer des Jahres« gekürt, heute leitet er das »Tennis-College« auf Fuertventura. Für »Tennisredaktion.de« steht er seit einer gefühlten Ewigkeit als Experte für die Bereiche »Trainingslehre« und »Tennistechnik« zur Verfügung. Jörg liebt es, seine große Erfahrung sowohl an die jungen, als auch an die erfahrenen Leser der »Tennisredaktion« weiterzugeben. Darüber hinaus begeistert er die Leserschaft mit spannenden Blogs.

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