Handgelenkeinsatz

Roger Federer
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Fra­ge an Jörg Lin­den: Hal­lo Jörg! Ich wür­de gern wis­sen, wie genau die Pro­fis ihr Hand­ge­lenk bei den Grund­schlä­gen ein­set­zen? In den Zeit­lu­pen sieht man immer eine Art — sagen wir mal: sepa­ra­tes Aus­ho­len aus dem Hand­ge­lenk — unmit­tel­bar vor dem Zuschlagen.

Jörg Linden
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Jörg Lin­den: Das siehst Du ganz rich­tig! Zu Beginn der Schlag­be­we­gung kommt es bei der Vor­hand zur »Dor­salex­ten­si­on«, also Stre­ckung des Hand­ge­lenks. Der Griff zeigt auf den Ball, so dass die »Hand­ge­lenks­mus­keln« gelo­ckert sind, indem sich das Hand­ge­lenk auf Grund der Träg­heit bei der Vor­hand öff­net, bzw. streckt und bei der Rück­hand schließt, bzw. beugt (Palma­re­fle­xi­on). Als freie Bewe­gung spielt die »Dor­salex­ten­si­on« im Hand­ge­lenk eine wich­ti­ge Rol­le bei allen Aus­hol­be­we­gun­gen der Hand. Die gesam­te Gelenk­ket­te wird dabei in eine vor­ge­dehn­te Posi­ti­on gebracht, wodurch die anschlie­ßen­de Wurf- oder Schlag­be­we­gung effi­zi­en­ter gestar­tet wer­den kann. Dadurch wird die Unter­arm­mus­ku­la­tur bean­sprucht und somit eine hohe End­ge­schwin­dig­keit beim Schlag erzeugt, da Du nun für die zuletzt bean­spruch­te Unter­arm­mus­ku­la­tur noch aus­rei­chend Träg­heits­wi­der­stand hast. Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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