Halep im siebten Himmel

Von Christoph Kellermann.

Nix war`s am Ende mit dem 24. Grand-Slam-Einzelerfolg für Serena Williams! Die Rumänin Simona Halep nämlich hatte etwas dagegen. Im Endspiel um den wichtigsten Titel des Jahres setzte sich die Herausforderin gegen die achtmalige Wimbledonsiegerin mit 6:2, 6:2 überraschend glatt durch. Die Zahl, die in diesen Stunden viral geht ist die »Drei«. Drei unforced errors von Halep – so wenige wurden in der bisherigen Geschichte der Wimbledonfinalspiele noch nie produziert. Halep deklassierte und demütigte die hoch dekorierte US-Amerikanerin auf dem Weg zu ihrem zweiten Grand-Slam-Erfolg in unter einer Stunde. Wahnsinn!

Williams hat dagegen sage und schreibe 26 unforced errors auf ihrer Tafel stehen. Das diesjährige Finale an der Church Road nahm also einen ähnlichen Verlauf, wie das Endspiel im vergangenen Jahr, wo Serena gegen Angelique Kerber auf für sie unterirdischem Niveau und mit einer Reihe von Slapstick-Einlagen glänzte, nicht aber durch ihr gewohnt souveränes Spiel. Die Jagd nach dem 24. Grand-Slam-Ttel wird für Williams allmählich zur Suche nach dem heiligen Gral. Ihr läuft langsam aber sicher die Zeit davon.

Doppel-Wahnsinn in Wimbledon

Das kolumbianische Duo Juan Sebastian Cabal/Robert Farah setzte sich im altehrwürdigen Wimbledon im Endspiel des Herren-Doppels gegen die beiden Franzosen Edouard Roger-Vasselin/Nicolas Mahut nach knapp fünf Stunden in einer unfassbaren Partie mit 6:7, 7:6, 7:6, 6:7, 6:3 durch. Doppel-Wahnsinn par excellence.

Juli 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf