Größtes 3D-Kino der Welt

Stephan Medem
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Wahn­sinn, was in den Köp­fen der Ten­nis­spie­ler alles so abge­hen kann. Bei­spiel: erin­nert Ihr Euch noch an die Davis-Cup-Aus­wärts­par­tie unser DTB-Mann­schaft 2014 in Frank­reich? Tobi­as Kam­ke (Sieg gegen Ben­ne­tau) und Peter Gojow­c­zyk (Sieg gegen Tson­ga) haben uns nach dem ers­ten Tag sen­sa­tio­nell mit 2:0 in Front gebracht! Nach der Vier­satz­nie­der­la­ge unse­res Dop­pels setz­te es dann am Schluss­tag zwei glat­te Nie­der­la­gen in den Ein­zeln. Wie kann so etwas pas­sie­ren? Ich den­ke, für die Ana­ly­se braucht man kei­ne gro­ßen men­ta­len Fähig­kei­ten, da genügt sicher­lich eine ver­nünf­ti­ge Por­ti­on gesun­der Men­schen­ver­stand. Frei­tags sind die Jungs mit einer »Hey-Leute-keiner-erwartet-irgendetwas-von-uns«-Einstellung in Nan­cy auf­mar­schiert. Und hopp­la: plötz­lich führt die ange­schla­ge­ne deut­sche »Hus­ten­trup­pe« mit 2:0. Dann geht das Dop­pel erwar­tungs­ge­mäß den Bach run­ter. Macht aber immer noch 2:1. So, und jetzt ste­hen die­sel­ben Spie­ler am Sonn­tag wie­der da. Aber die­ses Mal plötz­lich mit einer Erwar­tungs­hal­tung! »Hey, da geht ja was!« — »Wäre es nicht geil, wenn?« — »Mann, wäre das super!« — Sol­che Gedan­ken ken­nen wir doch alle…

Will­kom­men im größ­ten 3D-Kino der Welt! In unse­rem Kopf! In die­ser Situa­ti­on cool zu blei­ben, nun, dafür sind dann unse­re Jungs doch nicht abge­zockt genug! Abge­se­hen davon: die guten Fran­zo­sen ein­mal auf dem fal­schen Fuß zu erwi­schen, dass kann schon mal pas­sie­ren. Aber gleich zwei­mal hin­ter­ein­an­der dann wohl doch nicht! Trotz­dem: ich fand es toll, wie sich die deut­schen Spie­ler von Coach Cars­ten Arri­ens, der im Team zuvor ordent­lich aus­ge­mis­tet hat­te, ver­kauft haben! Fast wäre der ganz gro­ße Wurf gelun­gen! Ich habe Koh­li und Kon­sor­ten damals kei­ne Sekun­de vermisst!

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