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Userfrage:Hallo Herr Hofen! Mein Schützling spielte jüngst bei einem Damen-Preisgeldturnier und fühlte sich von dem anwesenden Turnierfotografen immens gestört. Zumindest hatte ich dieses Gefühl von außen. Sie spielte auf einem der hinteren Plätze und der Fotograf platzierte sich in der Nähe des Schiedsrichterstuhls auf dem Court. Zwar nicht störend sichtbar, aber durch den Auslöser, vor allem bei Serienaufnahmen, doch merklich hörbar. Wie ist dies – nennen wir es mal regeltechnisch – zu bewerten? Hätte meine Spielerin den Fotografen des Feldes verweisen lassen können oder müssen die Aktiven damit leben? Wie ist das bei den Profiturnieren geregelt?!“

Sehr geehrte Stella!

Das kann ich verstehen. Auf irgendeinem hinteren Court, nur eine Handvoll Leute und dann ein Fotograf, der permanent auf das Motiv (in diesem Fall: die Spielerin) hält. Es ist zweifelsohne störend, aber hinzunehmen. Gleichwohl gibt es Verhaltensweisen für Fotografen, wobei ich hier nicht auf die internationalen Turniere eingehe. ich bleibe, wie in Ihrem Fall, bei allgemeinen nationalen Preisgeldturnieren.

Der Turnierleiter hat darauf hinzuweisen, dass Fotografen ihrer Arbeit nur von außerhalb des Tennisplatzes neben dem Schiedsrichterstuhl (egal ob rechts oder links) nachgehen dürfen. Steht der Schiedsrichterstuhl zwischen den Spielerbänken, so haben die Fotografen ihre Position auf der gegenüberliegenden Seite. Diese Plätze sind vor der Partie bzw. in den Spielpausen einzunehmen und auch nur in diesen sollte ein Standortwechsel vorgenommen werden. Beim Aufschlag sollten Serienaufnahmen mit einem Motorbetrieb vermieden werden und generell ist es den Fotografen untersagt, die Tennisplätze zu betreten. Dies gilt auch für die Spielpausen.

Ein »No-Go« ist es, Spielerinnen und Spieler während eines Matches anzusprechen. Gleiches gilt auch im Hinblick auf Schiedsrichter. Ansprechpartner ist demzufolge immer der Turnierleiter. Wenn alle Beteiligten dies berücksichtigen, dann dürften Spielerinnen und Spieler keine Probleme mit den Fotografen haben und diese können somit ihre Bilder problemlos und ohne Stress schießen. Sportliche Grüße, Frank Hofen.

Frank Hofen

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Frank Hofen ist seit November 2019 im Kompetenz-Team von »Tennisredaktion.de«. Die Turnierhistorie der GERRY WEBER OPEN wird immer mit dem Namen des renommierten Sportjournalisten verbunden bleiben. Vom ersten Aufschlag an im Jahre 1993 bis zur 25. Auflage im Jahre 2017 war Frank Hofen das mediale Gesicht des Turniers. Er konzipierte PR-Konzepte, leitete hunderte von Pressekonferenzen und moderierte Stars aus Sport- und Showbusiness professionell durch Veranstaltungen. Für seine weltweite Medienarbeit wurde er von der ATP (Internationale Organisation der Turnierveranstalter und Tennisprofis) in den Jahren 2002 und 2012 mit dem »ATP Award of Excellence Best Media« ausgezeichnet. Aktuell erarbeitet er Medien- und PR-Konzepte für die Stadt HalleWestfalen, für weltweit tätige Konzerne und pflegt zudem sein mediales Netzwerk, welches er sich mit seiner Agentur »hofmedia« erarbeitet hat.

www.hofmedia.de