Flashback: »Playa Granada«

Von Christoph Kellermann.

Liebe Freunde der »Tennisredaktion«! »Flashbacks« sind ja gerade mega angesagt. Die sozialen Netzwerke sind voller denn je mit Fotos aus vergangenen Tagen. Auch ich liebe den gelegentlichen Blick zurück. Das Schwelgen in alten Zeiten. Heuer jährt sich beispielsweise mein Besuch im »ROBINSON Club« Playa Granada zum fünften Mal. 2015 wurde ich von der dortigen Clubführung als »Imageträger« an die »Costa Tropical« berufen. Den folgenden Erfahrungsbericht hatte ich nach meiner Rückkehr publiziert. Heute entdeckte ich ihn – mehr oder weniger zufällig – im Archiv. Ich dachte mir, dass man ihn noch mal veröffentlichen sollte. Zumal uns Reisen jeder Art in diesen Wochen und Monaten ja leider nicht möglich sind. Vielleicht kommen ja bei Euch wenigstens virtuelle Urlaubsgefühle auf. Ich jedenfalls bekomme Fernweh. Viel Spaß beim Lesen! PS: Leider gibt es den »ROBINSON« an der Costa Tropical nicht mehr. Somit wurde mein Wunsch, schon sehr bald wieder in dieses (Tennis-)Paradies zurückzukehren, nicht wahr…

»Zeit für Gefühle«

Wir schreiben das Jahr 2015. Der Deutsche Tennis Bund (DTB) ist der mitgliederstärkste Tennisverband der Welt. Zwar ist die Tendenz konstant stetig fallend, dennoch schwingen bundesweit immer noch weit über eine Million Tennisenthusiasten jeden Alters das Racket. »Tennis im VEREIN« – für die meisten von uns also ein vertrautes Gefühl. »Tennis im CLUB« – präziser gesagt »Tennis in einem URLAUBSCLUB« ist da schon etwas anderes. Dies gab man mir zumindest mit auf den Weg, als ich am 27. März 2015 nach Andalusien aufbrach, um den »ROBINSON Club« Playa Granada einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen. Eric Schumann, Direktor des renommierten Clubs an der Costa Tropical, und dessen Stellvertreter Matthias Jehle verpflichteten mich zu Ostern als »Imageträger«.

Als langjähriger Bundestrainer durfte ich in die Fußstapfen des ehemaligen Davis-Cup-Coaches Carsten Arriens sowie der einstigen Weltklassespieler und Davis-Cup-Gewinner Tomas Smid und Marc-Kevin Goellner treten und hierbei eine ganze Reihe wunderbarer Menschen kennenlernen. Eine große Ehre für mich. Natürlich nahm ich dieses Engagement an. Über meine Erfahrungen vor Ort möchte ich Euch heute berichten. Dabei geht mein Blick weit über die Fangzäune der 6-Platz-Tennisanlage hinaus, denn auf keinen Fall darf ich euch vorenthalten, was der »ROBINSON Club« Playa Granada auf sage und schreibe 80.000 Quadratmetern abseits der Tennisplätze zu bieten hat. Mein Prädikat für das Gesamtpaket des Clubs: sehr empfehlenswert.

Playa Granada – Traumlocation am Mittelmeer

Beschäftigen wir uns doch zunächst einmal mit der Location als solches. Seit nunmehr 35 Jahren bin ich auf den Tennisplätzen dieser Welt zu Hause. Ihr könnt Euch also vorstellen, dass ich schon viele Anlagen erlebt und bespielt habe. Die bislang schönste fand ich in Monte-Carlo. Der dortige Country-Club bietet ohne jeden Zweifel eine wunderbare Kulisse, die ich immer wieder aufs Neue genieße. Das Bild, das sich mir aber bei meinem ersten Auftritt im »ROBINSON Club« Playa Granada bot, ist schlichtweg nicht zu toppen. Atemberaubend, unvergesslich.

Sechs ebenso gepflegte, wie gelenkschonende Tennisplätze direkt am Meer und eine urige Holzhütte als »Clubhaus«. Schaut man in die andere Richtung, schenkt dir »ROBINSON« einen Gratisblick auf seine wunderschöne Anlage und auf die schneebedeckten Berge Andalusiens, die Sierra Nevada. Das südlichste Skigebiet Europas. Wahnsinn. Flip-Flops und Skischuhe stehen im Hotelzimmer also direkt nebeneinander. Nicht wenige Club-Gäste sind am Mittag die Schneepisten runter gebrettert, um am späten Nachmittag dann am Strand Ganzkörperbräune zu erhaschen oder Tennis zu spielen. Geiler geht’s wirklich nicht.

Dies alles dürfte ebenso einmalig sein, wie die Atmosphäre auf der Tennisanlage selbst. Hier greift das Konzept der berühmten »SOYSAL-Brothers«. Die tennisverrückte Großfamilie aus Köln hat sich längst auch international einen Namen gemacht und diverse Urlaubsclubs, unter anderem eben in Playa Granada (Andalusien) und Jandia Playa (Fuerteventura), erobert.

»SOYSAL-Tennis«: Spaß, Leidenschaft, Erfolg

An der Costa Tropical hat Tennisenthusiast Tony Soysal das Sagen. Rund um die Uhr leben er und sein Team das Motto der Tennisschule vor: SPASS, LEIDENSCHAFT und ERFOLG. Tony Soysal ist hierbei der »Hansdampf in allen Gassen«. Er trommelt, motiviert und begeistert. Wenn er zum Megaphon greift, zieht er alle Register der Selbstvermarktung. Die Soysals sind absolute Vollprofis. Sie wissen, wie man sich selbst, Mitarbeiter und Gäste pusht. Die Coaches des SOYSAL-Teams kommen wie beklebte Litfaßsäulen daher. Die Brust transportiert das aktuelle Motto des Erfolgskonzepts »WE LOVE 2015«, der Rücken bewirbt den legendären und einzigartigen »Hüttenzauber«. Großflächig, wie sich versteht. Wer sich zu den SOYSAL-Partnern zählen darf, der freut sich über eine Megapräsenz, denn Identifikation mit Partnern und Sponsoren wird bei den engagierten Tennisbrüdern groß geschrieben.

Soysals täglicher »Hüttenzauber« ist Kult

Pünktlich um 18 Uhr treffen sich täglich alle Tennisspieler und solche, die es werden wollen, zum »Come-Together«. Soysal bringt Menschen zusammen. Soysal schlägt Brücken. Der »Hüttenzauber« absoluter Pflichttermin für alle ROBINSON-Gäste, Für Tony und sein Team zweifellos die beste Gelegenheit, so genannte »Gentleman Agreements« zu arrangieren, damit Trainer und Plätze auch am Folgetag ausgebucht bleiben. Bei 6° kalten Getränken werden in gemütlicher Lounge- und Sundowner-Atmosphäre neue Kontakte geknüpft und Stunden gebucht. Tony Soysal nimmt hierbei alle Beteiligten mit ins Boot. „Ihr seid Tennis! Ihr macht den Unterschied!“, ruft er immer wieder ins Megaphon. Die Gäste genießen es. Sie stehen – wie im gesamten ROBINSON Club – im Mittelpunkt aller Bemühungen.

Sektkorken fliegen, Bier- und Cola-Dosen werden nicht serviert, sie erreichen »durch die Luft fliegend« den Empfänger. Absoluter Kult. „Einmal Soysal, immer Soysal”, so ein Schüler aus Berlin. Jahrelang habe dieser Gast nach eigener Aussage Tennis nur gelegentlich gespielt, nach seiner Rückkehr nach Deutschland werde er aber wieder einem Verein beitreten. „Wir legen allergrößten Wert auf Nachhaltigkeit”, betont Tony Soysal. „So gibt es nur Gewinner! Den Club, die Tennisschule und den Gast!” Tennis im ROBINSON Club Playa Granada: Zeit für Gefühle und Zeit für Gewinner. WE LOVE.

Keine Wünsche offen!

Auf 80.000 qm hält der Urlaubsclub an der Costa Tropical alles bereit, was man sich als Urlauber nur wünschen kann. Dabei ist es egal, ob man einfach nur die Seele baumeln lassen möchte oder ob man die permanente sportliche Bewegung sucht. Die zahlreichen positiven Einträge auf diversen Urlaubs-Bewertungsportalen bekommt man sehr schnell bestätigt. Schon der Check-In geht sympathisch, professionell und schnell über die Bühne. Um das Gepäck muss man sich keine Sorgen machen. Die Koffer befinden sich dank des elektrisch betriebenen Clubcars noch vor einem selbst im Appartement. Überhaupt wird dir praktisch jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Das wendige Personal ist höchst aufmerksam und kontaktfreudig – ohne dabei aufdringlich zu wirken. Ein schmaler Grat, den das gesamte ROBINSON-Team vor Ort mit Bravour meistert.

Essen im CLUB: Eine kulinarische Weltreise…

Zu den wichtigsten Punkten gehört für mich im Urlaub die Gastronomie. Ein gutes und kräftiges Frühstück, ein leckeres Mittagessen und ein abwechslungsreiches Dinner in exquisiter Atmosphäre sind für mich im Urlaub ein absolutes Muss. Und doch ist es – wie wir alle wissen – nicht selbstverständlich, dass es am Ende auch so ist. Wie viele Enttäuschungen haben wir in diesem Punkt nicht alle schon miterlebt?! Sascha Schmidt, Küchenchef im ROBINSON Club Playa Granada, präsentiert seinen Gästen vor Ort Tag für Tag ein kulinarisches Feuerwerk.

Vor allem die Themenabende haben es mir angetan. Von der »kulinarischen Weltreise« über »französische« oder »italienische Abende« erfindet sich der Club immer wieder neu. Salat wird dann gerne auch schon mal in der Schubkarre serviert, der Braten mit dem Bügeleisen geglättet und die Schokoladencreme in einer Speismaschine angerührt. Weltklasse! Dinge, die bei jedem Gast im Gedächtnis bleiben. An liebevoll gedeckten 8er-Tischen fanden sich nahezu jeden Abend neue Konstellation des Erlebens. Für das außergewöhnliche Ambiente sowie für Angebot und Qualität des Essens vergebe ich voller Überzeugung eine »Eins mit Sternchen«.

Dem Sportler geht vor Ort das Herz auf…

Das Sportlerherz schlägt beim Blick auf die Angebotspalette des Clubs deutlich höher. Möglich sind unter anderem: Well-Fit, Tennis, Beachvolleyball, Golf, Fußball, Biken, Wandern, Schwimmen, Fitness, Tanzen, Skifahren, Yoga und vieles mehr. Das Tolle ist, dass man bei allen Angeboten von Experten betreut wird.

Wie bereits berichtet, liegt die Organisation des Tennisbetriebs in den professionellen Händen der international renommierten Tennisschule SOYSAL, ehemalige Fußballgrößen wie André Dohm und Dirk Kontny beschäftigen die Kids beim Fußball (Kunstrasenplatz), Ex-Pro Michael Jung leitet souverän die Golfkurse und Detlef D! Soost begeisterte die Gäste zu Ostern einmal mehr mit seinen aus dem TV bekannten Tanz-Choreographien für Jung und Alt, Galaauftritt im Theater inklusive.

Dominique und Frank Wienholt von der gleichnamigen Tanzschule sorgten mit ihren täglichen Kursen dafür, dass die Freunde des Paar- und Standardtanzes nicht zu kurz kamen. Ein nicht zu toppendes Highlight war und ist natürlich die Chance, unweit des Strandes in den Bergen die Bretter unterzuschnallen, um reichlich Pistenkilometer zu machen. Bis auf 3.300 Meter geht es rauf in die Schneegebiete der Sierra Nevada. Der absolute Wahnsinn!

Nach so viel Sport sollte man den Wellness- und Spa-Bereich des CLUBS gesehen und erlebt haben. Sauna, Indoorpool, Massagen und Physio – dieser ROBINSON hat – wie man merkt – nur Ausrufezeichen zu bieten, Fragezeichensymbole gibt es auf der dortigen Tastatur nicht.

Livemusik, Theater, Disco, Show…

Wer wie ich das unverschämte Glück hatte, eine der besten Coverbands überhaupt, die pfälzische Band »Fisherman`s Friends«, innerhalb von gut zwei Wochen sage und schreibe fünf (!) mal live zu erleben, der darf sich wahrlich glücklich schätzen. Ständig wechselnde Locations, immer wieder neue Arrangements, mal volles Programm in der Tiefgarage, mal unplugged am Tennisplatz oder an der Strandbar. »Whatever You want, whatever You need«, hallte es durch den Club. So und nicht anders könnte auch das Motto des Clubs lauten. Gästeherz, was willst du mehr…?!

Auch im Theater des ROBINSON Clubs darf gestaunt werden: Mitarbeiter und Direktoren bieten den Gästen hier regelmäßig Shows vom Allerfeinsten. Schlager, Rock und Tanz – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Richtig laut, für einige zu laut, ging es in der Show GRANADA Rocks zu. Tolle Tanzeinlagen, ein überragender Gitarrist und meisterhafte Lichteffekte wussten zu begeistern.

Überragendes Fazit nach zweieinhalb Wochen…

Bei allem Lob: einen klitzekleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: wer nicht aufpasst, der bekommt im Restaurant seinen Teller schneller vom Tisch gezogen, als ihm vielleicht lieb ist, unabhängig davon, welche »Uhrzeit« die Position des Bestecks vorgibt. Man hat das unweigerliche Gefühl, die Jungs und Mädels vom Gastro-Service werden »nach Tellern« bezahlt. Eine Hand am Teller während des Kau- und Genussvorgangs kann daher Gold wert sein. Mit ein wenig taktischem Geschick bekommt man dieses Luxusproblem aber sehr schnell in den Griff. Ansonsten kann ich nichts monieren.

Fazit: Erstklassige Gästebetreuung, tolle Appartements, eine extrem gepflegte und sehr großzügige Anlage direkt am Meer, eine Gastronomie, die das kulinarische Herz höher schlagen lässt und zwei Clubmanager, die nicht wie üblich aus dem Office heraus herum delegieren, sondern überall und stets selbst aktiv im Einsatz sind. Sie kochen, moderieren, servieren, singen, tanzen und schauspielern. Und: sie suchen den Kontakt zu den Gästen. Sie fragen nach, was gefällt und was es zu verbessern gilt. Nur so kann man diesen riesigen Kahn wohl auf Kurs halten! Die Direktoren Eric Schumann und Matthias Jehle nenne ich hier zum Abschluss meines Berichtes einmal stellvertretend für alle, die sich im ROBINSION Club Playa Granada Tag für Tag bemühen, den Gästen eine unvergessliche Zeit zu bereiten. Die Kathrin, die Christine, die Anna, die Betty, der Sascha… WE LOVE YOU.

März 2020 · Photocredit: Tennisredaktion.de