Etwas Tennisgeschichte

Irgendwie läuft aktuell doch einiges gehörig falsch in der Tenniswelt, sollte der Hopman Cup 2019 auch der letzte gewesen sein. Für die Top-Ladies und -Gentleman ist die inoffizielle »Mixed-Weltmeisterschaft« zum Jahreswechsel seit 1989 ein mehr als willkommenes Vorbereitungsgeschenk und für die Fans ist dieses sportliche Meet and Greet seit jeher ein echter Leckerbissen. Man sieht es den Stars förmlich an, wie viel Freude es ihnen macht, sich auf allerhöchstem Niveau in familiärer Umgebung messen und noch dazu ihr Land vertreten zu dürfen. 2020 soll der Hopman Cup dem wiederbelebten »ATP World Team Cup« weichen. Superschade und für das Duo Angelique Kerber/Alexander Zverev ein Grund mehr, diese geschichtsträchtige Ausgabe  in Perth am heutigen Tag für sich zu entscheiden.

Im Endspiel geht es für Deutschland nach dem gestrigen 2:1-Efolg über die Australier gegen Titelverteidiger gegen die Schweiz. Eine Neuauflage des letztjährigen Finals also. Gegen Australien gelang es sowohl Kerber, als auch Zverev in den Einzeln ungeschlagen zu bleiben und erstmals in den Gruppenspielen auch in zwei Sätzen zu gewinnen. Kerber schlug Ashleigh Barty mit 6:4, 6:4, Zverev besiegte den nicht zu unterschäzenden Matthew Ebden mit 6:4, 6:3. Das bedeutungslos gewordene Mixed ging an die »Aussies«. Heute warten mit Bencic und Federer zwei weitere Hochkaräter – eine schwierige, aber dennoch lösbare Aufgabe. »A&A« können heute etwas Tennisgeschichte schreiben und nach Anke Huber/Boris Becker sowie Steffi Graf/Michael Stich den dritten Hopman Cup nach Deutschland holen.

Autor: Christoph Kellermann
Photocredit:
Jürgen Hasenkopf

Januar 2019 · © Tennisredaktion.de