Erst verlieren lernen

Stephan Medem
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Nie­der­la­gen bzw. die Erfah­run­gen, wel­che man aus ihnen sam­meln kann, sind oft mehr wert als die aus den Sie­gen! Was pas­siert wenn Du gewon­nen hast? Logisch, Du freust Dich! Aber denkst Du inten­si­ver über Dein Spiel nach? „Was habe ich gut gemacht?“ — „Was habe ich nicht opti­mal gemacht?“ — „Wor­an muss ich arbei­ten um mein Spiel für die Zukunft auf­zu­rüs­ten?“ Ich wet­te mit Dir: nicht in der glei­chen Art wie nach einer Nie­der­la­ge! Natür­lich bist Du nach einem ver­patz­ten Match ent­täuscht, viel­leicht sogar rich­tig wütend! Auch gut, denn wir müs­sen ler­nen, mit die­sen nega­ti­ven Gefüh­len umzu­ge­hen und die­se Ener­gie wie­der für uns und unser Spiel nut­zen zu kön­nen! Des­halb ist es unglaub­lich wich­tig, mit Nie­der­la­gen rich­tig umzugehen.

Man soll­te nach Mög­lich­keit ver­mei­den, zu emo­tio­nal zu sein. Viel bes­ser ist es, einen Miss­erfolg sach­lich zu betrach­ten, zu ana­ly­sie­ren. „Was kann ich ver­bes­sern?“ „Was muss ich trai­nie­ren damit mir das Glei­che nicht noch ein­mal pas­siert?“ „Wel­che Schlä­ge haben funk­tio­niert, wel­che haben mich zu vie­le Punk­te gekos­tet?“ etc. sind wich­ti­ge Fra­gen, die zu beant­wor­ten sind und dann mit vol­lem Elan im Trai­ning zu opti­mie­ren sind. Nicht nur auf dem Ten­nis­platz besteht das gan­ze Leben nicht nur aus Sie­gen, son­dern auch aus Nie­der­la­gen. Dumm sind nur die Men­schen, die aus ihren Nie­der­la­gen nichts lernen!

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