Episches Fünfsatz-Finale

Von Christoph Kellermann.

Also wer dieses Endspiel nicht gesehen hat, ist selber Schuld! Novak Djokovic und Roger Federer haben sich am heutigen Sonntag an der Londoner Church Road an historischer Stätte eine wahrhaft epische Finalschlacht geliefert. Ein Endspiel, das alles, aber auch wirklich alles beinhaltete, was man sich als Tennisfan und -spieler nur vorstellen kann.

Historischer Schluss-Tiebreak

An Dramatik war der Kampf um den Wimbledon-Titel 2019 schon alleine deshalb nicht zu überbieten, weil zum ersten Mal überhaupt die neue Tiebreak-Regel zum Einsatz kam, die beim Stande von 12:12 im fünften Satz ein finales Shootout vorsieht. Der serbische Titelverteidiger Novak Djokovic war es schließlich, der diesen historischen Tiebreak und somit auch Match und Turnier für sich entschied. Roger Federer verlor demzufolge alle drei Tiebreaks in seinem zwölften Wimbledonfinale. Keine Frage: dies war eine jener Tennismatches, welches keinen Verlierer verdient gehabt hätte. Zumla der Schweizer im fünften Satz zwei eigene Matchbälle bei eigenem Aufschlag nicht nutzen konnte. Tragischer kann man ein solch wichtiges Endspiel wohl nicht verlieren. Absoluter Wahnsinn.

Juli 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf