Andre Begemann
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Vier Tage nach meinem bisher größten Coup als Doppelspieler, fühle ich mich immer noch von meinen Gefühlen überwältigt. Der Titel in Halle mit dem Sieg über Roger Federer im Finale, einen der größten Sportler aller Zeiten, wird vorerst nicht zu toppen sein. Allerdings verfolge ich noch weitere Ziele. Nach ein paar Champagner-Gläsern am Sonntag ging es für mich am Montagmorgen schon wieder weiter zum nächsten Vorbereitungsturnier. Ich betone dies bewusst, weil jetzt das größte Rasenturnier des Jahres ansteht. Ich wusste, dass es für mich diese Woche emotional und körperlich sehr schwer werden würde. Deshalb habe ich bewusst weniger trainiert und mich hauptsächlich auf die Matches vorbereitet. Nach dem Erstrundensieg war dann gestern leider Endstation in s´Hertogenbosch. Ich hatte mit Melzer/Granollers zwei absolute Weltklassespieler gegenüber und habe leider am Ende den Kürzeren gezogen. Rückblickend bleibt der Turniererfolg in Halle einer meiner emotionalsten Momente im Tennis. Ich widme den Titel meiner Mutter, die mich 20 Jahre lang als »größter Fan« gefördert und begleitet hat und täglich nach Halle zum Training brachte. Auch wenn sie heute nicht mehr an meiner Seite ist, wird sie wissen, dass ich diesen Titel für sie geholt habe. Mit diesem Erfolg freue ich mich auf mein Lieblings-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon. Ich danke Euch für die Unterstützung in der Heimat. Ohne Euch wäre es nicht möglich gewesen.

Bis bald! Euer Bege