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Userfrage: „Hallo Tennisredaktion! Ich habe eine Frage zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. Und zwar beschäftigt mich das Thema Datenschutz. Ich habe mich in meinem Verein bereit erklärt, etwas Pressearbeit zu machen, mache auch schöne Fotos, traue mich aber nicht, diese auch an die lokalen Pressevertreter weiterzureichen, da diese mich darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Verantwortlichkeit für die Publikation von Menschen und Gesichtern bei mir persönlich läge. Ist dem wirklich so? Früher war dies doch auch kein Problem. Ich finde diese Entwicklung sehr schade, um ehrlich zu sein. Vor Ort auf der Tennisanlage beschwert sich jedenfalls niemand, wenn ich fotografiere…“

Lieber Ralph!

Diese Frage kann ich nicht bestimmend beantworten. Und bevor ich etwas Falsches schreibe, wenden Sie sich bitte an den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (Postfach: 20 04 44, 40102 Düsseldorf), der unter der Rufnummer (0211) 38424-0 sowie per E-Mail unter poststelle@ldi.nrw.de zu erreichen ist. Im Grundsatz gebe ich Ihnen Recht, dass dies alles ein wenig beschwerlicher geworden ist. Aber es gilt nun einmal der persönliche Schutz des Einzelnen und seiner Daten. Das bedeutet: jegliche Verarbeitung personenbezogener Daten ist zunächst verboten. Für die Vereinsarbeit am bedeutsamsten ist die Voraussetzung, dass die betroffene Person ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung für den bestimmte Zweck gegeben hat. Dies gilt insbesondere für Bilder. Hier sollte bei den betreffenden Personen immer nachgefragt werden, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden sind.

Etwas anders liegt dies bei öffentlichen Veranstaltungen wie Turniere, öffentliches Trainingstage, Tage der offenen Tür, etc. Hier kann ich nur den Vereinen empfehlen, am Eingang zur Anlage folgenden Hinweis anzubringen: »Gemäß der EU-Datenschutz-Grundverordnung machen wir Sie darauf aufmerksam, dass der [Tennisclub N.N.] seine Veranstaltungen auf der Clubanlage in Bild- und/oder Videoaufnahmen festhält. Diese können möglicherweise auf der Vereins-Homepage, in Pressemitteilungen und/oder Internetportalen sowie bei Facebook, Instagram und YouTube veröffentlicht werden. Von daher ist es möglich, dass Sie bildlich erfasst werden. Mit Betreten unserer Clubanlage willigen Sie ein, dass der [Tennisclub N.N.] diese Aufnahmen für nichtkommerzielle Zwecke verwenden darf. [Tennisclub N.N.], der Vorstand und [Datum]«.

Frank Hofen

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Frank Hofen ist seit November 2019 im Kompetenz-Team von »Tennisredaktion.de«. Die Turnierhistorie der GERRY WEBER OPEN wird immer mit dem Namen des renommierten Sportjournalisten verbunden bleiben. Vom ersten Aufschlag an im Jahre 1993 bis zur 25. Auflage im Jahre 2017 war Frank Hofen das mediale Gesicht des Turniers. Er konzipierte PR-Konzepte, leitete hunderte von Pressekonferenzen und moderierte Stars aus Sport- und Showbusiness professionell durch Veranstaltungen. Für seine weltweite Medienarbeit wurde er von der ATP (Internationale Organisation der Turnierveranstalter und Tennisprofis) in den Jahren 2002 und 2012 mit dem »ATP Award of Excellence Best Media« ausgezeichnet. Aktuell erarbeitet er Medien- und PR-Konzepte für die Stadt HalleWestfalen, für weltweit tätige Konzerne und pflegt zudem sein mediales Netzwerk, welches er sich mit seiner Agentur »hofmedia« erarbeitet hat.

www.hofmedia.de