Tennisrollstuhl
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Userfrage: „Hallo Peter! Ich lese gerade auf Euren Seiten von der so genannten »Quadklasse«. Was genau hat es damit auf sich? Wer darf dort spielen? Und wer darf überhaupt Rollstuhltennis spielen? Gibt es da Auflagen? Danke für Deine Antworten und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit Deinem Rollitennis!“

Servus!

In der »Quadklasse«, auch »Tetraklasse« genannt, starten Rollstuhltennisspieler, die an mindestens drei Extremitäten eingeschränkt sind. Diese Spieler haben zusätzlich zu den Einschränkungen an den Beinen auch eine Behinderung an den Händen und/oder Armen, wie zum Beispiel fehlende oder schwache Trizeps- und Bizepsmuskulatur oder aber fehlende Fingermuskulatur. Letzteres wird oft durch Antapen des Schlägers an der Hand kompensiert. Die Quadspieler werden von der ITF klassifiziert. Und zu Deiner zweiten Frage: Rollstuhltennis darf jeder spielen, der eine Einschränkungen oder Behinderung an den unteren Extremitäten hat. So genannte »Schadensklassen« gibt es im Rollstuhltennis leider nicht, was unter anderem bedeutet, dass beispielsweise Spieler mit hohem Querschnitt auch gegen Spieler mit Unterschenkelamputation antreten müssen, die ihnen natürlich körperlich total überlegen sind.

Peter Seidl

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Der frühere Rollstuhltennis-Weltklassespieler und mehrfache Deutsche Meister Peter Seidl ist seit 2018 im Expertenteam der »Tennisredaktion« und beantwortet alle Leserfragen rund die »Faszination Rollstuhltennis«. Hierbei schließt er auch das gesamte Themengebiet der »Inklusion« mit ein. Peter Seidl ist darüber hinaus auch Repräsentant der Firma »ottobock«.

www.ottobock.de