Der Tick mit der Kappe…

Marc-Kevin Goellner
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Fra­ge an Marc-Kevin Goe­ll­ner: Hal­lo Herr Goe­ll­ner. Ich habe Ihre Kar­rie­re frü­her sehr inter­es­siert ver­folgt und sogar mal Ihre Auf­schlag­be­we­gung kopiert. Mehr schlecht, als recht, wie sich wohl ver­steht. Aber ich war immer ein begeis­ter­ter Fan von Ihnen und Ihrer Spiel­wei­se. Ich wür­de ger­ne von Ihnen wis­sen, was es mit Ihrer ver­kehrt her­um auf­ge­setz­ten Kap­pe auf sich hat. Man kann ja schon sagen, dass Sie dies als Mar­ken­zei­chen auf der Tour eta­bliert haben, oder? Eifern Ihnen Ihre heu­ti­gen Schü­ler in die­ser Hin­sicht nach?! Ich wün­sche Ihnen in die­sen Tagen ganz viel Gesundheit!

Marc-Kevin Goe­ll­ner: Die ursprüng­li­che Idee mit der Kap­pe ent­stand bei einem Tur­nier in Por­tu­gal. Ich war in der Ein­zel­kon­kur­renz bereits aus­ge­schie­den und irgend­wie hun­de­mü­de und auch im Dop­pel lief es nicht wirk­lich rund, als mein Part­ner zu mir mein­te: „Dreh’  doch mal die Kap­pe nach hin­ten, dann wirst Du schon wie­der einen Ball rein­spie­len!” Gesagt, getan! Bei mei­nem ers­ten ATP-Tur­nier­sieg in Niz­za war es so, dass die Son­ne extrem tief stand und mich irgend­wann der Schirm stör­te. Je nach­dem, auf wel­cher Sei­te ich gespielt habe, war der Schirm mal vor­ne und mal hin­ten. Das Ergeb­nis in Niz­za ist bekannt: Final­sieg über Ivan Lendl. Es gibt also zwei Wahr­hei­ten zur ver­kehrt her­um getra­ge­nen Kap­pe. Mei­nen heu­ti­gen Schü­lern sage ich immer, dass sie rich­tig klas­se aus­schau­en, wenn sie die Kap­pe nach hin­ten dre­hen. Auf jeden Fall ist die nach hin­ten gedreh­te Kap­pe auch in das Logo mei­ner Ten­nis-Aka­de­mie inte­griert. Es ist halt über Jahr­zehn­te hin­weg nicht nur Tra­di­ti­on, son­dern auch eine Art Mar­ken­zei­chen geworden…

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