Der Super-Djoker

Novak Djokovic hat am zwölften Tag der Australian Open durch einen klaren Dreisatzerfolg über den französischen Grand-Slam-Semifinal-Debütanten Lucas Pouille das Endspiel der Australian Open erreicht. Natürlich hat außer Pouille und dessen Gefolgschaft niemand wirklich an Noles Durchmarsch gezweifelt. Die Art und Weise, wie der Serbe das Endspiel erreichte, spricht allerdings für sich: 6:0, 6:2, 6:2 nach nur 83 Minuten Spielzeit, das war eine unvergleichliche Machtdemonstration und das nur einen Tag, nachdem Rafael Nadal den Griechen Stefanos Tsitsipas mit 6:2, 6:4, 6:0 böse verprügelte und seinerseits ein Ausrufezeichen Richtung des Weltranglistenersten schickte.

Novak selbst sagt selbstbewusst, ER würde sich ein Ticket für das Finale kaufen. Recht hat er. Die Endspiel-Protagonisten haben das Potential für einen ebenso unglaublichen und legendären Fight, wie im Finalduell vor zwei Jahren zwischen Nadal und Roger Federer. Fest steht: einer wird den Abstand in der ewigen Rangliste der Grand-Slam-Champions zum Maestro ein wenig verkürzen. Der Schweizer Roger Federer thront mit 20 Major-Kronen aktuell vor dem Spanier Rafael Nadal (17 Siege) und dem Serben Novak Djokovic, der gemeinsam mit dem US-Amerikaner Pete Sampras derzeit 14 Titel vorzuweisen hat. In Melbourne kann Djokovic mit einem Triumph über Nadal mit dann sieben Australian-Open-Siegen übrigens alleiniger Rekordhalter werden. Rafael Nadal siegte in Melbourne bislang erst einmal – das war im Jahre 2009.

Autor: Christoph Kellermann
Photocredit:
Jürgen Hasenkopf

Januar 2019 · © Tennisredaktion.de