Der berühmte Apfel…

Stephan Medem
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Lie­be Ten­nis­eltern! »Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm«, heißt es. Bis sich unse­re Kin­der ihre Vor­bil­der drau­ßen in der gro­ßen Welt suchen, sehen sie sich unmit­tel­ba­rer Nähe um! Ob wir es wol­len oder nicht: wir Eltern sind die ers­ten Ido­le unse­rer Spröss­lin­ge! Und eben weil wir die ERSTEN sind, haben wir die Mög­lich­keit und auch den Auf­trag, ent­schei­den­den Ein­fluss zu neh­men. Die »Betriebs­sys­te­me«, die bei unse­ren Kin­dern lau­fen, pro­gram­mie­ren wir als Eltern im hohen Maße mit. Sicher kann man so ein »Betriebs­sys­tem« spä­ter jeder­zeit updaten und auch ein Reset mit kom­plet­tem Sys­tem­wech­sel ist mög­lich. Dies alles ist aller­dings mit einem immensen Auf­wand und jeder Men­ge Zeit und Ner­ven ver­bun­den. Heu­te ver­ra­te ich Euch vier Din­ge, die Ihr auf jeden Fall vor­le­ben solltet…

1) Ein­sei­ti­gen Sup­port ver­mei­den! Seid fair und klatscht auch, wenn der Geg­ner Eurer Schütz­lin­ge gut spielt. Macht Kom­pli­men­te! Ihr nehmt so den eige­nen Kin­dern jede Men­ge Druck und sorgt auf bei­den Sei­ten des Net­zes für eine posi­ti­ve Stim­mung im Wettkampf!

2) Gutes Kar­ma ver­streu­en! Die Ten­nis­kids stresst der Wett­kampf schon genü­gend. Des­halb: Kei­ne nega­ti­ven Bemer­kun­gen über Geg­ner, ande­re Eltern oder Trai­ner oder zum Spiel sel­ber. Schon gar nicht in Anwe­sen­heit der Kin­der. Nur wer Gutes aus­sät, kann auch Gutes ern­ten. Freut Euch über Erfol­ge, aber stellt Euer Kind nie­mals auf ein Sie­ger­po­dest! Je höher Ihr es nach Sie­gen auf das Podest hebt, des­to tie­fer wird es bei einer Nie­der­la­ge fallen.

3) Lie­be zei­gen! Egal, ob das eige­ne Kind gewon­nen oder ver­lo­ren hat: Nehmt es in den Arm, zeigt ihm, dass Ihr es immer liebt. Ten­nis ist — auch bei den hoch bezahl­ten Pro­fis — nur ein Spiel. Es geht nicht um Leben und Tod. Ten­nis soll pri­mär erst mal Spaß machen.

4) Dank­bar sein, Respekt zei­gen! Men­schen, die Tur­nie­re — meist sogar ehren­amt­lich — orga­ni­sie­ren, oder Schieds­rich­ter — dies alles sind auch nur Men­schen. Und Men­schen machen Feh­ler. Dem Geg­ner, egal ob er bes­ser oder schlech­ter war als unser eige­ner Nach­wuchs, soll­tet Ihr eben­falls maxi­ma­len Respekt ent­ge­gen brin­gen. Als klei­ner Fratz ganz allei­ne da auf dem rie­si­gen Platz ste­hen und zei­gen was man drauf hat, das ist ver­dammt hart! Und schon das soll­ten wir mit Respekt beloh­nen und das darf uns als Eltern zu Recht stolz machen.

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