Der berühmte Apfel…

Liebe Tenniseltern! »Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm«, heißt es. Bis sich unsere Kinder ihre Vorbilder draußen in der großen Welt suchen, sehen sie sich unmittelbarer Nähe um! Ob wir es wollen oder nicht: wir Eltern sind die ersten Idole unserer Sprösslinge! Und eben weil wir die ERSTEN sind, haben wir die Möglichkeit und auch den Auftrag, entscheidenden Einfluss zu nehmen. Die »Betriebssysteme«, die bei unseren Kindern laufen, programmieren wir als Eltern im hohen Maße mit. Sicher kann man so ein »Betriebssystem« später jederzeit updaten und auch ein Reset mit komplettem Systemwechsel ist möglich. Dies alles ist allerdings mit einem immensen Aufwand und jeder Menge Zeit und Nerven verbunden. Heute verrate ich Euch vier Dinge, die Ihr auf jeden Fall vorleben solltet…

1) Einseitigen Support vermeiden! Seid fair und klatscht auch, wenn der Gegner Eurer Schützlinge gut spielt. Macht Komplimente! Ihr nehmt so den eigenen Kindern jede Menge Druck und sorgt auf beiden Seiten des Netzes für eine positive Stimmung im Wettkampf!

2) Gutes Karma verstreuen! Die Tenniskids stresst der Wettkampf schon genügend. Deshalb: Keine negativen Bemerkungen über Gegner, andere Eltern oder Trainer oder zum Spiel selber. Schon gar nicht in Anwesenheit der Kinder. Nur wer Gutes aussät, kann auch Gutes ernten. Freut Euch über Erfolge, aber stellt Euer Kind niemals auf ein Siegerpodest! Je höher Ihr es nach Siegen auf das Podest hebt, desto tiefer wird es bei einer Niederlage fallen.

3) Liebe zeigen! Egal, ob das eigene Kind gewonnen oder verloren hat: Nehmt es in den Arm, zeigt ihm, dass Ihr es immer liebt. Tennis ist – auch bei den hoch bezahlten Profis – nur ein Spiel. Es geht nicht um Leben und Tod. Tennis soll primär erst mal Spaß machen.

4) Dankbar sein, Respekt zeigen! Menschen, die Turniere – meist sogar ehrenamtlich – organisieren, oder Schiedsrichter – dies alles sind auch nur Menschen. Und Menschen machen Fehler. Dem Gegner, egal ob er besser oder schlechter war als unser eigener Nachwuchs, solltet Ihr ebenfalls maximalen Respekt entgegen bringen. Als kleiner Fratz ganz alleine da auf dem riesigen Platz stehen und zeigen was man drauf hat, das ist verdammt hart! Und schon das sollten wir mit Respekt belohnen und das darf uns als Eltern zu Recht stolz machen.

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